portal kongregation p.m. urbano athenäen urbaniana fides heilige stuhl
testata banner mongolia
 
 HOME ITALIANO ESPAÑOL ENGLISH FRANÇAIS PORTUGUÉS DEUTSCH CHINESE
Evangelium
Heilige
Päpstliches Lehramt
Kongregation
Päpstliche Missionswerke
Urbaniana-Universität
Arbeitshilfen
Animation
Statistiken
Zeugen
Martyrologium
Heiliges Jahr 2000
Kirchenleben
Missionare
Religiöse Institute
Bewegungen & Verbände
Katholische Universitäten
Kultur
Geschichte
Kunst
Kino/Fotos
Radio & T V
Musik
Poesie
Heiligkeit
Technologie
Geographie
360° Nachrichten
Dossiers
Hintergrund
Interviews
Erzählungen
Rezensionen
Für unsere Kleinsten
Afrika/ Hungersnot, Krankheiten und Verfolgung. Und wie steht es um die Todesstrafe? "Wir dürfen auch dieses große Übel nicht vergessen", so Pater Tarcisio

Kampala (Fidesdienst) - Ich der Überzeugung, dass die Todesstrafe neben Unterentwicklung und Verstößen gegen die Menschenrechte einer der Gründe für die zahlreichen Übel Afrikas ist", so der seit 1951 in Afrika tätige italienische Comboni Missionar Pater Tarcisio Agostini im Gespräch mit dem Fidesdienst. Pater Tarcisio hat sich eingehend mit der Frage der Todesstrafe befasst. "Wir dürfen dieses weitere große Übel nicht übersehen: insgesamt haben in Afrika nur 11 Länder bisher die Todesstrafe abgeschafft und weitere 10 haben sei vorübergehend aufgehoben. In anderen Ländern wird sie hemmungslos angewandt. In Uganda wurden zum Beispiel 1999 in einer einzigen Nacht 28 Häftlinge durch Erhängen hingerichtet. Die Ugandische Kirche bemüht sich verstärkt um die Abschaffung der Todesstrafe, insbesondere nachdem zwei Soldaten für den Mord an Pater Daclan O'Toole am 21. März 2002 hingerichtet wurden. Insgesamt warten in ugandischen Vollzuganstalten 271 Verurteilte auf die Vollstreckung eines Todesurteils: diese dramatische Situation darf von der christlichen Glaubensgemeinschaft nicht übersehen werden.
Dank der verschiedenen Kampagnen zur Bewusstseinsbildung im Zusammenhang mit dem Problem der Todessprache gibt es jedoch auch ermutigende Zeichen. In verschiedenen afrikanischen Ländern lehnt ein Großteil der Bürger die Todesstrafe ab. In Kenia, Botswana und Swaziland wird die Todesstrafe de facto nicht mehr vollzogen, weil es keine Scharfrichter gibt. Wenn man bedenkt, dass es sich dabei um eine regelmäßig bezahlten staatlichen Arbeitsplatz handelt, ist es vielsagend, wenn in einem armen Land niemand dafür bezahlt werden will, dass er andere Menschen umbringt. Deshalb ist meiner Ansicht nach neben der materiellen Entwicklungshilfe vor allem die Förderung der Bewusstseinsbildung ein Weg zur Überwindung der Probleme des afrikanischen Kontinents". (L.M.) (Fidesdienst 20/1/2003)

Previous Index Next
 

Palazzo "de Propaganda Fide" - 00120 - Città del Vaticano Tel. +39-06-69880115 - Fax. +39-06-69880107 - e-mail: fides@fides.va © AGENZIA FIDES