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Afrika/ Mosambik - Hochwasser und Stürme im Norden, Dürre im Süden: Das Land ist schwer geprüft

Maputo (Fidesdienst) - Der Norden von Mosambik wurde vom 4. bis 6. Januar von dem Sturmwind "Delfina" heimgesucht, der vor allem die Infrastrukturen des Landes zerstört und insgesamt fünf Menschen das Leben gekostet hat. "Am meisten betroffen ist die Gegend um Nampula", so eine einheimische Quelle gegenüber dem Fidesdienst. "Bei dem Sturm sind fünf Menschen gestorben und Wohnungen, Strom- und Telefonleitungen, Brücken und Straßen wurden von verheerenden Regenfällen zerstört. Diese Gebiete sind größtenteils noch von den anderen Landesteilen abgeschnitten. Durch starke Regenfälle wurde auch die Ernte des kommenden Jahres gefährdet, denn das erst vor kurzem ausgesäte Saatgut wurde zum Teil einfach weggeschwemmt. Nach Schätzungen der Regierung werden mindestens 40 Millionen Dollar allein für erste Nothilfen benötigt. Deshalb wurde die internationale Staatengemeinschaft um Hilfe gebeten. Mit der Bitte um Hilfe hat sich der Gouverneur auch an die katholische Kirche gewandt. Die Katholiken des Landes sind diesem Appell nachgekommen und Vertreter der deutschen Caritas International haben vor Ort bereits erste Erhebungen zur Koordinierung der Hilfen in die Wege geleitet."
Der Referent für Südafrika und die portugiesischsprachigen Länder Afrikas, Andreas Wenzel, erklärte im Gespräch mit dem Fidesdienst: "Ich hielt mich zufällig in Maputo auf, als über das rund 1.500 Kilometer nördlich gelegenen Nampula der Sturmwind hereinbrach. Auf Bitte von Bischof Tomè Makhweliha von Nampula begab ich mich umgehend vor Ort. Die deutsche Caritas International ist innerhalb des Caritasnetzwerks als Lead Aid-Agency für die Koordinierung von Not- und Katasrophenhilfen in Mosambik zuständig. In den ersten Wochen wurde ein erster Nothilfeplan erstellt, in dessen Rahmen für eine erste Phase von drei Monaten finanzielle Mittel für die akute Phase bereitgestellt werden sollen. Danach wird ein Wiederaufbauprogramm beginnen. Dabei versuchen wir die katholische Kirche vor Ort von der Basis aus über Laien, Priester und Diözesanstellen sowohl bei der Planung als auch bei der Ausführung der Projekte aktiv zu beteiligen und dadurch die Selbsthilfepotentiale zu fördern. Dies bringt für uns zwar auch Unsicherheiten mit sich, zum Beispiel bei der Kostenerhebung und im Planungsprozess, doch durch Eigenbeteiligung erreichten Ergebnisse sind langfristig gesehen erfolgreicher."
Die Katholische Bischofskonferenz des Landes wandte sich in einem Appell an alle Christen des Landes mit der Bitte um Hilfe für die Opfer des Sturmwindes. In ihrem Spendenaufruf bitten sie "alle christlichen Gemeinden und Menschen guten Willens um Solidarität mit den notleidenden Mitbürgern".
Doch während die Menschen im Norden des Landes unter Sturm und Regenfällen leiden, herrscht in den südlichen Landesteilen Dürre und Trinkwassernot. "Seit zwei Jahren hat es hier nicht mehr geregnet", so die Fidesquelle. "Die Felder sind ausgetrocknet, das Vieh ausgehungert und die Bauern verzweifelt. Die Trockenheit hat zu einer besorgniserregenden Lebensmittelknappheit geführt, von der nach Hochrechnungen mindestens 1,5 Millionen Menschen betroffen sind. (L.M.) (Fidesdienst, 22/1/2003)

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