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Vatikanstadt (Fidesdienst) - Ein Lösungsvorschlag zum Problem
"Hunger und Krieg" enthält der folgende dem Fidesdienst
vorliegende Kommentar, den wir gerne veröffentlichen:
"Zu den Problemen, die einer dringenden Lösung bedürfen,
gehört die Armut, von der ein Großteil der Menschen
betroffen sind und der durch die enorme Staatsverschuldung entsteht
unter der vor allem die armen Länder leiden. Papst Johannes
Paul II. hatte anlässlich des Heiligen Jahres 2000 zur Solidarität
der reichen Länder mit den armen Ländern in Form eines
Schuldenerlasses aufgerufen.
Ein Leben in Armut ist Nährboden für Hass und Frustration.
Es gibt keinen Frieden ohne Gerechtigkeit' wiederholt Papst
Johannes Paul II. seit Beginn seines Pontifikates. Der wohlhabendere
Teil der Menschheit sollte sich dieser Situation auch im eigenen
Interesse anzunehmen. Eine nachhaltige Entwicklung nimmt den Mühlen
der Schreckensgespenste jeder Art und aller die nach Krieg und
Blutvergießen streben, das Wasser.
Die großzügigen Amerikaner, die mit ihrem weitsichtigen
Marshall-Plan den Wiederaufbau des vom Zweiten Weltkrieg zerstörten
Europa unterstützt haben und durch den Wiederaufbau Japans
auch die Entwicklung in Asien gefördert, würden auch
heute über die notwendigen Mittel zur Förderung einer
friedlichen Bekämpfung des weltweiten Hungerproblems verfügen.
Wie aus Hochrechnungen hervorgeht, wurden in den Vereinigten Staaten
allein im Jahr 2002 475 Milliarden Liter Benzin verkauft, das
heißt die USA nehmen allein 45% des weltweiten Benzinkonsums
für sich in Anspruch. Auf jeden Liter verkaufter Treibstoff
nimmt das amerikanische Finanzamt 0,15 Euro Steuern ein (wobei
die Steuern niedriger sind als in Europa), daraus ergibt sich,
dass in Amerika jährlich Benzinsteuern in Höhe von über
71 Milliarden Dollar bezahlt werden.
Wenn eine Steuer in Höhe von 10 $Cents pro Liter Benzin erhoben
würde, würde ein Solidaritätsfonds in Höhe
von 47,5 Milliarden $ entstehen und mit diesen Geldern könnte
im Lauf von 10 bis 11 Jahren die Auslandsverschuldung zahlreicher
Länder wie Marokko (17 Milliarden $), Algerien (25 Milliarden
$), Ägypten (29 Milliarden $), Jordanien (8 Milliarden $),
Jemen (5 Milliarden $), Irak (130 Milliarden $), Tunesien (10
Milliarden $), Niger (1,5 Milliarden $), Afghanistan (6 Milliarden
$), Sudan (15 Milliarden $), Nigeria (34 Milliarden $), Niger
(1,5 Milliarden $), Afghanistan (6 Milliarden $), Pakistan (32
Milliarden $), Bangladesch (15 Milliarden $), Indonesien (141
Milliarden $), Indonesien (141 Milliarden $) oder Nordkorea (12
Milliarden $) getilgt oder gemindert werden. All diese Länder
haben wachsende Bevölkerungszahlen und ernsthafte wirtschaftliche
Probleme oder sind wie Nordkorea von der Hungersnot bedroht. Armut
führt zu Hass und Ablehnung gegenüber den reichen westlichen
Ländern. Außerdem schrecken Menschen, die Hunger leiden
vor nichts zurück: arme Menschen sind allen und allem ausgesetzt.
Dadurch entstehen Voraussetzungen für neuen Terrorismus und
neue Kriege. Ein Entwicklungsplan könnte Spannungen entschärfen,
vor sie entstehen. Auch Europa muss seinen Teil leisten. Im Alten
Kontinent sind die Benzinsteuern um einiges höher als in
den Vereinigten Staaten (über 60% des Benzinpreises). Würde
man auf einen kleinen Teil der Steuern zugunsten der armen Länder
verzichten, könnte auch Europa die eigene Solidarität
mit den armen Ländern unter Beweis stellen.
Aus einer Kontenanalyse geht außerdem hervor, dass der Frieden
viel weniger kostet als der Krieg. Nach Schätzungen würde
ein Krieg gegen den Irak zwischen 50 und 140 Milliarden Dollar
an direkten Kosten verursachen. Hinzu kommen Güter die keinen
Preis haben: nämlich die Menschenleben, die einer Spirale
der Gewalt zum Opfer fallen. Ein Menschenleben ist viel mehr wert
als 140 Milliarden Dollar. Ist es nicht besser, den Frieden zu
kaufen, als Menschenleben und materielle Ressourcen für den
Krieg zu verschwenden? Ist es nicht besser, ein bisschen mehr
für einen vollen Benzintank zu bezahlen und dafür zu
wissen, dass der eigenen Sohn nicht in den Krieg gehen muss?
Diese Fragen stellt man sich auch mit Blick auf die Worte von
Papst Johannes Paul in seiner jüngsten Neujahrsansprache
an das Diplomatische Korps: "Der Krieg ist nie eine Fatalität;
er ist stets menschliches Versagen. Das internationale Recht,
der loyale Dialog, die Solidarität zwischen den Staaten,
die wertvolle Tätigkeit der Diplomatie, sind Mittel, die
der Menschen und der Nationen würdig sind, wenn es um die
Beilegung von Streitigkeiten geht. Dabei denken ich auch an jene,
die immer noch auf Atomwaffen zählen und an die vielen Konflikte,
deren Geiseln immer noch zahlreiche Brüder und Schwestern
sind". (Ansprache des Papstes an das Diplomatische Korps,
das beim Heiligen Stuhl akkreditiert ist)" (L.M.) (Fidesdienst,
20/1/2003)
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