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Für unsere Kleinsten
Europa/Italien - Frauen machen die Gesellschaft "menschlicher"

Rom (Fidesdienst) - "Es ist an der Zeit, dass die Berufung der Frau in ihrer ganzen Fülle zur Geltung kommt und Frauen in der Welt Einfluss, Gewicht und Macht erlangen, die sei bisher nicht erreichen konnten. Deshalb können Frauen, die vom Geist des Evangeliums erfüllt sind, in einem Moment des tiefen Wandels für die Menschheit, viel dazu beitragen, dass die Menschheit nicht zerfällt", zur Umsetzung der Erwartungen, die in der am 8. Dezember 1965 vom Zweiten Vatikanischen Konzil veröffentlichten Botschaft erläutert wurden, gründete das Päpstliche Athenäum Regina Apostolorum das Institut für Frauenkunde. Fides sprach mit der Präsidentin des Instituts, Frau Dr. Cristina Zucconi:

Weshalb wurde das Institut für Frauenkunde gegründet?
Die der Gründung des Instituts zugrunde liegende Idee war, dass soziale und kulturelle Werte, die durch die Geschichte, den Feminismus und die Modellen der heutigen Zeit verloren gegangen sind, nämlich die Werte des alltäglichen Lebens, wieder in den Vordergrund zu stellen. Es sollte die wahre Identität der Frau mit ihrer besonderen Fähigkeit, Kultur und Gesellschaft menschlicher zu gestalten, hervorgehoben werden. Man wollte ein neues Konzept des Feminismus entwerfen und verbreiten, dass die Rechte der Frau zwar schützt, dabei aber nicht die ihr eigenen Werte zerstört. In Wirklichkeit wollen wir den Feminismus in einen "christlichen Feminismus" versandeln, der Mann und Frau als Partner betrachtet, die sich gegenseitig ergänzen.

Welche Ziele verfolgt ein "christlicher Feminismus"?
Vor allem soll die Bildung der Frau gefördert werden, da sie selbst die ersten Ausbilder des Menschengeschlechts sind. Frauen sind heute in allen Bereichen der Gesellschaft und der Politik vertreten. Wir möchte über ihr wahres Wesen und ihre Sendung informieren, damit Frauen in Zusammenarbeit mit Männern eine menschlichere Gesellschaft aufbauen können. Gegenstand unseres Studiums ist deshalb die Frau, und ihr Beitrag zur "Vermenschlichung" der Gesellschaft.

Wie ist Ihr Institut organisiert?
Das Institut gliedert sich in drei Bereiche: Studium und Forschung, Soziales und Kultur und die Lehrtätigkeit. Im wissenschaftlichen Bereich versuchen wir uns mit den Problemen der Familie zu befassen. Zu unseren kulturellen Veranstaltungen gehören Konferenzen, Studienseminare und Kongresse zum Thema Frau unter politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Gesichtspunkten. Was unsere Lehrtätigkeit anbelangt, wird im Oktober dieses Jahres ein Masterkurs zum Thema "Frau und Gesellschaft" stattfinden, der sich mit der Situation der Frau unter den verschiedenen Gesichtspunkten des alltäglichen Lebens befassen wird.

Es ist ein Seminar zum Thema "Sexualität und Selbstwertgefühl" geplant …
Ja, ein internationaler Kongress zum Thema Sexualität und Selbstwertgefühl wird um den 8. März stattfinden.
Wir wünschen uns, dass es unserem Institut gelingen wird, einen tatsächlichen Beitrag zur Stärkung der Frau in den verschiedenen Bereichen der Gesellschaft zu leisten.
Ihrem Wesen nach schafft und vermittelt die Frau Kultur. Nur wenn wir von dieser Voraussetzung ausgehen, können wir den Worten von Papst Johannes Paul II. in seinem Schreiben an die Frauen zustimmen und sagen "… sie sind die Urheberinnen der Kultur der Liebe im dritten Jahrtausend" (A.P.) (Fidesdienst 17/1/2003)

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