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Afrika/Sambia - Aids: In einem gemeinsamen Hirtenbrief suchen die Bischöfe nach Lösungen

Lusaka (Fidesdienst) -Mit insgesamt 12 Millionen Aidswaisen und über 25 Millionen HIV-Infizierten in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara ist Afrika der am meisten von AIDS betroffene Kontinent. Diese Situation wird sich weiterhin zuspitzen, wenn keine Tendenzwende stattfindet: nach gegenwärtigen Hochrechnungen werden im Jahr 2010 in Afrika 43 Millionen HIV-positiv sein. Angesichts dieser Perspektiven versuchen die katholische Kirche und insbesondere auch die afrikanischen Ortskirchen nach Lösungen zu suchen. Die von vielen als Lösung vorgeschlagene Verteilung von Kondomen kann jedoch der Pandemie nicht an deren Wurzeln entgegenwirken.
Mangelnder Respekt für die Person, sowohl die eigene als auch die des anderen und Geschlechtsverkehr mit oft wechselnden Partnern sind die wahren Themen, mit denen man sich ohne falsche Moral eingehend befassen muss: denn es dürfen keine eiligen oder irreführenden Lösungen angeboten werden. Die Kirche stellt stets den Menschen und sein wahres Wohl in den Mittelpunkt der eigenen Reflexion. Der Mensch ist von Natur aus schwach, das ist bekannt (wurde nicht auch Jesus selbst in Versuchung geführt?). Doch dies bedeutet nicht, dass er sich der eigenen Leidenschaft und dem eigenen Instinkt hingeben soll, insbesondere wenn dabei das eigene Leben auf dem Spiel steht. Die Erziehung der Menschen zu einem verantwortungsvollen Leben der eigenen Geschlechtlichkeit ist der wahre Königsweg, wenn Lösungen für das AIDS-Problem gefunden werden sollen, deren Endziel auch ein wahres ziviles Zusammenleben sein soll.
In einem gemeinsamen Hirtenbrief befassen sich auch die sambischen Bischöfe mit dem Aids-Problem. Sambia gehört zu den am meisten betroffenen Ländern. Die Bischöfe weisen in ihrem Hirtenbrief vor allem auch darauf hin, dass es sich bei der Verbreitung Aids nicht nur um eine medizinische Frage, sondern vielmehr um ein Verhaltensproblem handelt. Mit der Verteilung von Kondomen wird nach Ansicht der Bischöfe ein solches Fehlverhalten zusätzlich gefördert.
Die Bischöfe fordern auch die Regierung auf, Programme der Kirche und Nichtregierungsorganisationen zur besonderen Unterstützung der von Aids betroffenen Familien und insbesondere von Aidswaisen und -witwen zu unterstützen. Der vollständige Wortlaut des Hirtenbriefs ist in Englisch zugänglich unter www.fides.org. (L.M.) (Fidesdienst, 17/1/2003)

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