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Für unsere Kleinsten
Vatikan - Kindermissionswerk: vor 160 Jahren für die Kinder in China entstanden, heute für die Kinder auf der ganzen Welt; der Papst bittet die "kleinen Missionare" anderen Kindern durch Gebet und Solidarität zu helfen

Vatikanstadt (Fidesdienst) - Vor 160 Jahren bat der Gründer der Kindermissionswerke, Bischof Forbin Janson, die Pariser Kinder jeden Tag ein "Ave Maria" für das Heil der Kinder in China zu beten. Heute wendet sich Papst Johannes Paul II. mit derselben Bitte an die Kinder und meint damit die Kinder auf der ganzen Welt. Es folgt ein Kommentar zur Papstbotschaft anlässlich des 160jährigen Bestehens der Kindermissionswerke von Schwester Maria Teresa Crescini vom Internationalen Sekretariat der Werke in Rom.
Kinder als Pastoralarbeiter
Ausgehend vom historischen Ursprung der Kindermissionswerke erinnert der Heilige Vater alle Kinder daran, dass die Tätigkeit der Kindermissionswerke auf den christlichen Grundwerten des Gebets, des Opfers und der Gesten der Solidarität gründet. "Liebe Kinder der Missionswerke, ihr werdet auch auf unterschiedliche Art und Weise jenen Kindern helfen, die zu früh zur Arbeit gezwungen werden und jenen die in Armut leben", so der Papst weiter, "Ihr sollt mit jenen Kindern solidarisch sein, die die Angst und das Drama eines Krieges erleben und oft Opfer kriegerischer Gewalt werden; betet jeden Tag dafür, dass das Geschenk des Glaubens, das ihr empfangen habt, an jene Millionen von Kindern weitergegeben werden kann, die Jesus noch nicht kennen."
Die Anerkennung durch die Kirche
Der Papst freut sich darüber, dass es den Kindern gelingt, stets neue Gründe dafür zu finden, dass sie die Kirche bei ihrer Evangelisierungstätigkeit unterstützen. Besonders in der Weihnachtszeit gehen sie deshalb von Haus zu Haus, um den Menschen die Frohbotschaft zu verkünden und in diesem Zusammenhang nennt der Papst den "schönen Brauch der Sternsinger, der auf Initiative der Kindermissionswerke in den deutschsprachigen Ländern entstanden ist und sich von dort auch auf andere Länder ausgedehnt hat".
Weltkirchliche Aspekte der Mission der Kinder
Auf besondere Weise betont der Papst die weltkirchliche Dimension des Werkes: "Viele Kinder in Europa, Amerika, Asien, Afrika und Ozeanien beten und engagieren sich für dasselbe Ideal! Es wurde ein Solidaritätsfonds gegründet, der durch Spenden aus der ganzen Welt wächst. Aus diesem Fonds werden kleine und große Projekte für Kinder auf der ganzen Welt unterstützt … An diesem Wunder sollt ihr alle teilhaben, liebe kleine Missionare. Und wer nichts besitzt, kann sein Gebet und die Not seiner Armut dafür opfern."
Erzieherische Ziele der Mission
Nach Ansicht von Johannes Paul II. hat das Engagement für die Mission auch einen erzieherischen Wert für die Kinder selbst, denn es hilft, den Glauben wachsen zu lassen, erweitert den Horizont ihres Lebens und zeigt ihnen positive Vorbilder: "Auf diese Weise waren auch bekannte Missionare, wie der hl. Franz-Xaver, Matteo Ricci, Charles de Foucauld, Mutter Teresa und viele andere in allen Teilen der Welt tätig."
Berufung zur Mission
Der Heilige Vater wünscht sich von ganzem Herzen, dass Bischöfe, Priester, Katechisten und Animatoren, Eltern und Lehrer weiterhin den Wert der Kindermissionswerke zu schätzen wissen, wie dies seit ihrer Gründung geschehen war, denn im Laufe der Zeit hat dieses Werk wichtige Seiten der Geschichte geschrieben: "Wie könnten wir nicht auch an die kleine Teresia von Lisieux denken, die bereits im Alter von nur 7 Jahren am 12. Mai 1882 selbst Mitglied des Kindermissionswerks wurde und im Alter von 14 Jahren schon den Beschluss gefasst hatte, ihr Leben für das Heil der Welt Jesu zu widmen? Dieser geistliche Reichtum ist auch heute noch vorhanden. Wir wollen dafür beten, dass immer mehr Kinder dem Evangelium nicht nur einen Teil sondern ihr ganzes Leben widmen mögen".
Kinder beten den Missionsrosenkranz für die Welt
Durch ihre Mitgliedschaft verpflichten sich die Kinder der Kindermissionswerke, jeden Tag ein "Ave Maria" zu beten, doch der Papst bittet sie um mehr: "Ich bittet deshalb auch die Kinder im "Jahr des Rosenkranzes" zur Gottesmutter zu beten. Die Größeren unter euch könnten zumindest einmal versuchen einen ganzen Rosenkranz zu beten. Sehr beeindruckend ist auch der Missionsrosenkranz: der weiße Teil wird für Europa gebetet, damit es die evangelisierende Kraft wieder erlangt, die so viele Kirchen hervorgebracht hat; der gelbe Teil ist für Asien, das vor Leben und Jugend explodiert; der grüne Teil ist für das vom Leid geprüfte Afrika, das trotz allem bereit ist für die Verkündigung; der rote Teil ist für Amerika, das neue Missionskräfte verspricht und der hellblaue Teil ist für Ozeanien, das auf eine intensivere Verbreitung des Evangeliums wartet. Die Gottesmutter begleite euch! Ihr vertraue ich euch und eure Heimatkirchen an." (Fidesdienst, 15/172003)

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