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Limburg (Fidesdienst) - Der Gründer des internationalen
katholischen Hilfswerks "Kirche in Not/Ostpriesterhilfe",
Pater Werenfried van Straaten, feiert morgen seinen neunzigsten
Geburtstag mit einem Gottesdienst im Hohen Dom zu Limburg. Werenfried
van Straaten wurde 1913 im niederländischen Mijdrecht geboren.
1934 trat er in die Prämonstratenser-Abtei Tongerlo ein,
wo er mit 27 Jahren zum Priester geweiht wurde. Kurz nach Ende
des Zweiten Weltkriegs, 1947, gründete er das Hilfswerk "Ostpriesterhilfe"
und warb in Holland und Belgien um Hilfe für die deutschen
Heimatvertriebenen, vor allem aber um Versöhnung mit den
ehemaligen Kriegsgegnern. Dass Pater Werenfried bei flämischen
Bauern auch Hunderte Tonnen Speck sammelte, trug ihm den Spitznamen
"Speckpater" ein, mit dem er populär wurde.
Das Werk Pater Werenfrieds, "Kirche in Not/Ostpriesterhilfe",
ein Hilfswerk päpstlichen Rechts, besteht heute in sechzehn
Ländern. Die internationale Zentrale in Königstein/Taunus
bearbeitet jährlich etwa zehntausend Projektanfragen von
Priestern, Ordensleuten und Bischöfen aus mehr als 130 Ländern
der Erde. Es ist, nach den Worten seines Gründers, ein "Treffpunkt
der Weltkirche" geworden. Als pastorales Werk hilft "Kirche
in Not" vor allem bei der Aus- und Weiterbildung von Seminaristen
und Priestern, bei Bau und Renovierung von Ausbildungsstätten
und Kirchen, beim Übersetzen und Verlegen der Bibel und anderer
religiöser Literatur und bei der Ausstrahlung religiöser
Rundfunkprogramme. Im Jahr 2001 hat "Kirche in Not"
79,15 Millionen Euro an Spenden erhalten. Für die Information
der Öffentlichkeit und die Spendenverwaltung sind die sechzehn
Nationalbüros zuständig, darunter das Büro des
deutschen Zweigs von "Kirche in Not" in München.
Etwa 65.000 Spender in Deutschland haben im Jahr 2001 mehr als
12,7 Millionen Euro für die Kirche in Not aufgebracht. Laut
Kurienkardinal Joseph Ratzinger hat sich "Kirche in Not"
"zu einem der bedeutendsten katholischen Hilfswerke entwickelt,
das nicht nur in Osteuropa, sondern in aller Welt segensreich
wirkt". Zeitzeugenberichte
zum Leben von Pater Werenfried und Fotos, die das Wirken des Speckpaters
illustrieren, finden Sie unter www.fides.org. (Fidesdienst,
16/1/2003)
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