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Manila (Fidesdienst) - Eine mögliche "Regierung der
nationalen Einheit" auf den Philippinen, von der jüngst
in der politischen Debatte gesprochen wurde, sollte sich an erster
Stelle um das Gemeinwohl bemühen und nicht nur einer vorübergehend
Koalition unter den verschiedenen Parteien dienen. Diese Ansicht
vertritt der Vorsitzenden der Kommission für Interreligiösen
Dialog der Indonesischen Bischofskonferenz, Bischof Antonio Ledesma
von Ipil. Nach Ansicht des Bischofs sollte die "Einheit auf
den Prinzipien einer gemeinsamen Vision basieren und nicht auf
persönlichen Ansichten der Vertreter der verschiedenen Parteien".
Bischof Ledesma bezeichnete außerdem den gemeinsamen Wunsch
nach Frieden als Schlüssel für die Einheit. Dies gelte
insbesondere für di Insel Mindanao im Süden des Landes,
wo sezessionistische Gruppen für einen islamischen Staat
kämpfen.
Der Vorsitzende des indonesischen Parlaments, Jose De Venecia,
hatte zu Beginn des Jahres eine Regierung der nationalen Einheit
vorgeschlagen, an der auch Unabhängigkeitsbewegungen beteiligt
werden sollen, um diese am Entscheidungsprozess zu beteiligen.
Die Regierung soll eine Dauer von mindestens 45 Tagen haben.
Der von der indonesischen Staatspräsidentin Arroyo zum Vorsitzenden
des Friedensausschusses für Mindano ernannten Oblaten Missionars
Pater Eliseo Mercado (OMI) hält es hingegen für besser,
wenn man gemeinsam mit der gegenwärtigen Regierung nach neuen
Lösungen sucht. Die Präsidentin sollte nach Ansicht
von Pater Mercado das letzte Jahr ihrer Amtszeit nutzen, um die
sozialen Dienstleistungen und das Justizsystem zu verbessern,
die Sicherheitskräfte zu reformieren und die Verhandlungen
mit den Rebellen wieder aufzunehmen. (P.A.) (Fidesdienst 15/1/2003)
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