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Singapur (Fidesdienst) - Katholische Anwälte sollen sich
bei der Ausübung ihres Berufs an christlichen Werten inspirieren.
Dies betonte Erzbischof Nicholas Chia von Singapur beim Gottesdienst
zur Eröffnung des Gerichtsjahres in Singapur. In seiner Predigt
betonte Erzbischof Chia insbesondere die Wichtigkeit eines funktionierenden
Rechtssystems. Den Verband der katholischen Anwälte in Singapur
forderte der Erzbischof auf, den Kollegen vor Augen zu führen,
dass es sich bei der Tätigkeit im Bereich der Justiz nicht
nur um eine Berufstätigkeit sondern um einen Dienst handelt.
Der Vorsitzende und Initiator des am 5. Dezember 2002 gegründeten
Verbandes der katholischen Rechtsanwälte in Singapur, Jimmy
Yim, bekräftigte, dass katholische Anwälte zwar beruflich
qualifiziert sein sollten, gleichsam aber "von dem vorherrschenden
Materialismus Abstand nehmen sollten, der über moralische
Werte und Konzepte der Gerechtigkeit und der Barmherzigkeit hinweggeht".
"Uns allen sind Witze über die Abwesenheit von Rechtsanwälten
im Paradies bekannt und in Sprichworten und Anekdoten vergleicht
man Anwälte gerne mit Haien", so Yim, "Christliche
Anwälte sollten hingegen die christliche Werte auch im Beruf
vertreten". In den Statuten des Verbandes der Katholischen
Rechtsanwälte in Singapur werden die Mitglieder aufgefordert
"die Heiligkeit bei der Ausübung des Berufs durch die
Praxis christlicher Tugenden zu anzustreben". (P.A.) (Fidesdienst
16/1/2003)
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