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Moskau (Fidesdienst) - In seiner Neujahrsansprache an das Diplomatische
Korps wünschte Papst Johannes Paul II., dass in Europa "unter
Achtung der laizistischen Staatsform" in allen Staaten "die
Religionsfreiheit nicht nur in der individuellen und kulturellen
Form sondern auch in der sozialen und gemeinschaftlichen Dimension"
gewährleistet wird. Der Fidesdienst bat den Vorsitzenden
der Katholischen Bischofskonferenz in Russland und Metropolitanerzbischof
von Moskau, Tadeusz Kondrusiewicz, um einen Kommentar. Es folgt
der Wortlaut:
"Papst Johannes Paul II., der sich seit Beginn seines Pontifikats
für die Achtung der Menschenrechte gesetzt hat, schenkt nun
der kritischen Situation der russischen Katholiken seine persönliche
Aufmerksamkeit und greift zu ihrem Schutz ein. Beim Aufbau der
Demokratie mus Russland internationale Pflichten berücksichtigen
und den Katholiken jene Rechte gewährleisten auf die sie
Anspruch haben. Wir sind dem Papst für seine Sorge um unsere
kleine Herde' dankbar, die sich in einer schwierigen Situation
befindet. Trotz der herben Reaktion eines Vertreters des Patriarchats
und der praktischen Nichtbeachtung seitens der Vertreter der russischen
Regierung, hoffen wir, dass die Worte des Papstes in Russland
Gehör finden und verstanden und ihre Wirkung finden mögen."
(M.S.) (Fidesdienst, 15/1/2003)
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