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Vatikan - Papst an das Diplomatische Korps : "Nein zum Tod und zum Krieg! Ja zum Leben und zum Frieden!", "Der Krieg darf niemals als ein gewöhnliches Mittel zur Regelung von Streitigkeiten zwischen den Nationen betrachtet werden"

Vatikanstadt (Fidesdienst) - Am Montag, den 13. Januar empfing der Papst die Mitglieder des Diplomatischen Korps in Audienz zum Neujahrsempfang. In seiner Ansprache analysierte der Papst die weltweite Situation und wies dabei besonders auf besorgniserregende Aspekte hin: "Der Terrorismus … der jederzeit und allerorts treffen kann; das ungelöste Problem im Nahen Osten, im Heiligen Land und im Irak, die Erschütterungen, von denen Lateinamerika, insbesondere Argentinien, Kolumbien und Venezuela; die Konflikte, die zahlreiche afrikanische Länder daran hindern, sich der eigenen Entwicklung zu widmen; die Krankheiten, die zu Ansteckung und Tod führen; das schlimme Problem des Hungers, insbesondere in Afrika; unverantwortliche Vorgehensweisen, die zu einer Ausbeutung der Ressourcen des Planeten beitragen: dies sind die vielen Plagen, die das Leben der Menschheit, die Ausgeglichenheit der Menschen und die Sicherheit der Gesellschaft gefährden". "Doch alles kann sich ändern", so der Papst, "Es hängt von jedem Einzelnen unter uns ab." Der Heilige Vater nannte auch die "Imperative", die vermeiden sollen "dass ganze Völker oder vielleicht die ganze Menschheit, in einen Abgrund stürzen": vor allem das "Ja zum Leen", das heißt der Respekt für das Leben; die Achtung der Rechte und schließlich die Pflicht zur Solidarität. Damit der Mensch eine Zukunft hat müssen Entscheidungen getroffen werden: "Nein zum tot und zu allem was gegen die unvergleichbare Würde jedes Menschen verstößt; Nein zu Egoismus, Nein zum Krieg". "Man kann den lauf der Dinge ändern, wenn es guten Willen, Vertrauen in den anderen, Einhaltung gegebener Versprechen und Zusammenarbeit zwischen verantwortlichen Partnern gibt", bekräftigte der Papst und führte in diesem Zusammenhang als Beispiele das heutige Europa an, "dem es gelungen ist die Mauern, die es entstellten zu öffnen", und Afrika, wo viele Länder versuchen den Pfad des Friedens zu beschreiten (der Papst zitierte Angola, Burundi, Demokratische Republik Kongo, Sudan). "Die Unabhängigkeit der Staaten kann heute nur noch als gegenseitige Abhängigkeit betrachten", betonte der Papst, denn "alle sind im Guten und im Schlechten verbunden". Der Papst wies auch auf zwei Punkte hin, die notwendig sind, um das Chaos zu vermeiden: "in den Staaten und unter den Staaten muss der vorrangige Wert des Naturgesetzes wieder gefunden werden" und es bedarf des "unermüdlichen Handelns von Staatsmännern, die nicht eigene Interessen vertreten". Der Wortlaut der Neujahrsansprache des Papstes ist in Französisch, Spanisch, Englisch und Italienisch zugänglich unter www.fides.org. (S.L.) (Fidesdienst 14/1/2003)

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