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Aachen (Fidesdienst) - In seiner Botschaft an die Kindermissionswerke
anlässlich des 160jährigen Bestehens erwähnte Papst
Johannes Paul II. insbesondere die Aktion Dreigönigssingen
der Kindermissionswerks "DieSternsinger". In einem Kommentar
zur Papstbotschaft erläutert der Präsident des Kindermissionswerkes
"Die Sternsinger", Msgr. Winfried Pilz, für den
Fidesdienst Perspektiven und Herausforderungen für die kommenden
Generationen:
"Seit am Neujahrstag 2001 drei Sternsingergruppen in der
festlichen Messfeier auf dem Petersplatz mit vielen anderen das
neue Jahrtausend begrüßten, hat der Heilige Vater wiederholt
den Kindern Mut gemacht, als "kleine Missionare" den
Menschen die Botschaft der Hoffnung zu bringen und den Kindern
in anderen Ländern in vielfacher Not zu helfen. Jetzt erinnert
er daran, welcher Segen seit 160 Jahren von jenem Werk ausgeht,
das 1843 in Frankreich gegründet wurde. Nur drei Jahre später
schon sprang der Funke nach Deutschland über, wo ein Mädchen
aus Aachen, Auguste von Sartorius, sich und andere für diese
Initiative begeisterte. Aus diesem Impuls, konkret an diesem Ort
und zur rechten Zeit, lebt das heutige Kindermissionswerk "Die
Sternsinger" mit viel Elan, Kreativität und öffentlicher
Resonanz. Seit 1958 wurde die Aktion Dreikönigssingen, zusammen
mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend durchgeführt,
zur "weltweit größten Aktion von Kindern für
Kinder".
Das öffnet eine ermutigende Perspektive für die kommende
Generation. Die Verantwortlichen im Kindermissionswerk und die
vielen Ehrenamtlichen im Lande spüren jedoch auch, was sich
im Laufe der Zeit geändert hat und neu herausfordert:
1. Die Kinder, nicht nur in Deutschland, wachsen heute in einer
Umwelt auf, in der christlicher Glaube und religiöse Symbole
immer weniger selbstverständlich sind, einer Umwelt, die
von vielen längst als "Missionsland" bezeichnet
wird. Auch ist es schwierig, sie wie in früheren Zeiten zu
einer stetigen "Mitgliedschaft" zu gewinnen. Eine immer
neue Motivation ist nötig. Sie verdichtet sich im Motto eines
Liedes: "... und ich bin dabei". Die missionarische
Bildung, deren Bedeutung der Heilige Vater besonders betont, stellt
sich als schwierig gewordene, aber auch faszinierende Aufgabe.
2. Dabei ist es dem Kindermissionswerk wichtig, den Kindern in
Deutschland viel vom Leben und vom Glaubenszeugnis der Kirche
in anderen Kontinenten zu vermitteln. Die sich bislang um Spenden
für die Not der anderen bemühten, sind selbst schon
längst die Beschenkten geworden. Als Kirche gehören
wir weltweit zusammen. Zugleich aber dringt der Trend des Multikulturellen
und Multireligiösen in den Alltag der Kinder und damit in
ihr Lebensgefühl herein und verschärft die Frage: "Warum
und wie bin ich heute und morgen Christ?"
3. Eine Schwierigkeit wird natürlich mehr als bisher spürbar:
Gerade auf die Kinder richten sich immer neue Angebote des Konsums,
der Freizeitgestaltung, der Medien, des modernen Lebens überhaupt.
Besonders auf dem expandierenden Feld der Spendenwerbung sind
Kinder höchst interessant. Das macht die Situation komplizierter.
Deshalb wird sich das "Päpstliche Missionswerk der Kinder
in Deutschland" in der kommenden Zeit - mit einem verjüngten
Stab von Mitarbeitenden - verstärkt auf seine Grundlagen
besinnen und inmitten einer sehr pluralen Umwelt sein Profil verdeutlichen.
Die Papstbotschaft skizziert hierzu - geistlich und praktisch
- die Spur, die es zu verfolgen gilt. "Mission" heißt:
zu den Menschen gesandt sein, "auf Sendung" bleiben.
Ein gerade aus dem Griechischen übersetztes Lied für
die Kinder beginnt: "Wie die Apostel sind wir Gottes Friedensboten
..." (Winfried Pilz)" (M.S.) (Fidesdienst 15/1/2003)
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