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Asien/Indien - "Kirche in Indien, folge dem Beispiel der hll. Thomas und Franz-Xaver!"

Crescenzio Kardinal Sepe, Sondergesandter des Hl. Vaters beim Abschluss der Feiern zum Gedenken an die Ankunft des Apostels Thomas und zum Todestag des hl. Franz-Xaver
Ernakulam (Fidesdienst) - Dieses Land, das den Apostel Thomas und den hl. Franz-Xaver aufgenommen hat und in dem eine Kirche herangewachsen konnte, die heute ganz indisch ist, hat heute Anlass zur Freude. Mit dankbarem Rückblick auf die Vergangenheit schaut dieses Land voll wahrer Hoffnung für die Zukunft nach vorne auf das dritte Jahrtausend.", heißt es in der Botschaft, des Heiligen Vaters, die Crescenzio Kardinal Sepe zu den Abschlussfeiern des 1950järhigen Jubiläums der Ankunft des Apostels Thomas und zum Gedenken an den 450. Todestag des hl. Franz-Xaver übermittelte. Die Feiern fanden am Sonntag, den 17. November in Ernakulam im indischen Unionsstaat Kerala statt. Im Rahmen Feiern zu Erinnerung an die beiden großen Ereignisse der Evangelisierungsgeschichte fand am Sonntagmorgen ein Festgottesdienst unter Vorsitz von Crescenzio Kardinal Sepe statt. Am Nachmittag verlas der Kardinal im Rahmen einer öffentlichen Feier die Botschaft von Papst Johannes Paul II. "An diesem wichtigen Meilenstein der Geschichte der Kirche in Indien, möchte der Heilige Vater euch seines Gebets und seiner Nähe versichern", so Kardinal Sepe. "Er freut sich darüber, dass an diesen Feiern auch zahlreiche religiöse und weltliche Führungspersönlichkeiten sowie Gläubige und Mitglieder anderer Religionen teilnehmen." Die katholische Kirche in Indien hat ihren Ursprung in der Verkündigung durch den hl. Apostel Thomas, dessen Ankunft nach der Überlieferung auf das Jahr 52 zurückgeht. Rund 1.500 Jahre später kam der hl. Franz-Xaver auf seiner Reise in den Orient in das Land, wo er das Evangelium verbreiten wollte. Er landete an der Küste von Malabar im Jahr 1542. Der hl. Franz-Xaver starb am 3. Dezember 1552. Diese beiden Apostel haben "eine sehr wichtige Rolle für die Religionsgeschichte in Indien gespielt, so Kardinal Sepe weiter, "Der Heilige Vater versichert dem indischen Volk sein fortwährendes Augenmerk und seine Solidarität in allen Fällen der Notwendigkeit und möchte allen dabei helfen weiterhin eine Gesellschaft aufzubauen, die allen Bürgern ein würdige Leben bietet". Der Papst sei "Indien zutiefst dankbar dafür, dass es dem Christentum nunmehr vor Jahrtausenden seine Pforten geöffnet hat und für die Bereicherung, die dies für die Weltkirche mit sich gebracht hat. Er hofft, dass die Kirche, die sich auf die Seite keiner Kultur gestellt hat, den Dialog und die bereichernde Zusammenarbeit mit der indischen Gesellschaft und mit den Anderen Religionen in der Wahrheit und in der Liebe fortführen kann und zwar im interkulturellen und interreligiösen Umfeld Indiens und ganz Asiens im allgemeinen". Abschließend begrüßt der Papst in seiner Botschaft die Tatsache, dass die Religionsfreiheit zu den Prinzipien der indischen Verfassung gehört und fordert die Indische Kirche auf, dem Vorbild des Hl. Thomas und des hl. Franzxaver zu folgen, damit "die Frohbotschaft des Evangeliums Christi mit allen Völkern und allen Ländern Asiens und sogar über die Grenzen des eigenen Kontinents hinaus mitgeteilt werden kann" Der vollständige Wortlaut der Ansprache von Kardinal Sepe ist in Englisch zugänglich unter www.fides.org (S.L.) (Fidesdienst 18/11/2002)

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