|
Skutari (Fidesdienst) - "Die angenommenen und geschenkten
Vergebung lässt auf dem Nährboden eurer Herzen die Hoffnung
erblühen. Allein die Liebe, die unentgeltliche Liebe Gottes
wird der menschlichen Seele dabei helfen aus dem Herzen die finsteren
Schatten und noch offenen Wunden zu beseitigen", mit diesen
Worten bat Crescenzio Kardinal Sepe im Verlauf seines Besuchs
in Albanien vom 8. bis 12. November ein weiteres Mal um Vergebung
und Versöhnung Am Sonntag, den 10. November feierte der Präfekt
der Kongregation für die Evangelisierung der Völker
eine Heilige Messe in der Kathedrale von Skutari, wo er an die
schreckliche Verfolgung erinnerte, der die Albanische Kirche unter
dem kommunistischen Regime bis vor nicht allzu langer Zeit ausgesetzt
war. "Wenn ich eure Strassen sehe, dann sehe ich überall
das Blut eurer Märtyrer und das Zeugnis vieler, die sich
zu Christus bekannten", so der Kardinal. "Auch heute
fehlen einem die Worte, wenn man die Berichte der Überlebenden
hört und der Augenzeugen hört
Doch dank dieser
heldenhaften Zeugen, die größtenteils unbekannt geblieben
sind, könnte die Kirche in Albanien mit einer undenkbaren
Vitalität einen Neubeginn wagen. Es ist wirklich war, dass
verfolgte Kirchen eine große Zukunft haben". Aus dem
Blut zahlreicher Märtyrer ist neuer Eifer und neue Kraft
entstanden: "In den kaum zehn Jahren, die vergangen sind,
hat die Kirche ihre Tätigkeit wieder aufgenommen, die sich
vor allem in Werken der Nächstenliebe zu erkennen gibt. Sie
hat den Menschen Geholfen aus einer schweren religiösen,
wirtschaftlichen und sozialen Krise herauszufinden, in die das
Land gestürzt war. Mit der Unterstützung eifriger Missionare
hat sie vor allem begonnen, auf dem mühsamen Weg der der
göttlichen Gerechtigkeit und des christlichen Vergebens die
Wurzeln des Glaubens wieder zu finden." Kardinal Sepe dankte
Gott sodann für die zahleichen Missionare, die in ganz Albanien
das Evangelium verkünden und die Kirche in ihrem Wachstum
unterstützen. An die Diözese Skutari appellierte er,
sie möge den Glauben, den sie empfangen hat, über die
eigenen Grenzen hinaus weitergeben: auf diese Weise werde der
eigene Glaube gestärkt und die Diözese werde zum Licht
für zahlreiche Seelen, die darauf warten, Christus kennen
zu lernen. Abschließend ermutigte der Kardinalpräfekt
die Priester ("wenn ihr euch dem Herrn großherzig zeigt,
wird Er sich euch großherzig zeigen"), die christlichen
Familien ("empfindet euch als Fortsetzung des Schöpfungswerkes,
Kinder des Gottes des Friedens, fähig zu Verständigung,
Toleranz und gegenseitiger Vergebung") und die Jugendlichen
("lernt wie Christus als Auferstandene zu leben. Seit hochherzig,
fliegt hoch, wie der Adler auf eurem Wappen"). Der
vollständige Wortlaut der Predigt von Kardinal Sepe ist in
Italienisch zugänglich unter www.fides.org (S.L.) (Fidesdienst
11/11/2002)
|