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Reschen (Fidesdienst) - Anlässlich des Besuchs von Crescenzio
Kardinal Sepe in Albanien sprach der Fidesdienst mit dem Apostolischen
Administrator von Reschen, Msgr. Cristoforo Palmieri. Die Diözese
Rrëshen ist der Erzdiözese Skutari als Suffraganbistum
unterstellt.
"Der Besuch des Kardinalpräfekten der Kongregation für
die Evangelisierung der Völker ist für uns Anlass zu
großer Freude: Wir sind eine kleine und sehr arme Diözese,
und habe einen solchen Besuch nicht erwartet! Bei der Vorbereitung
des Besuchs hat die Apostolische Adminstratur eng mit den weltlichen
Behörden zusammengearbeitet. Unserer Stadt wurde mit Blumen
in Gärten und auf den Straßen verschönert, die
Freude und den Wunsch nach Frieden und Einklang zum Ausdruck bringen
sollten. Für den Empfang des Kardinals wurden eigens Spruchbänder
mit Willkommensgrüßen aufgespannt und bei seiner Ankunft
wurde er vom Pfarrer zusammen mit dem Bürgermeister empfangen".
Zu den Höhepunkten des Besuchs von Kardinal Sepe gehört
die feierliche Einweihung der Kathedrale von Rrëshen. Hierzu
erklärte Msgr. Palmieri: "Die Einweihung der Kathedrale
ist von großem spirituellen und symbolischen Wert für
die Gläubigen. Wir haben uns mit vielen Gebetstreffen darauf
vorbereitet und die Gläubigen wurden auch über das Fernsehen
von diesem historischen Ereignis informiert. Gruppen und Pfarrgemeinden
der Diözese haben sich in der Kathedrale beim Gebet abgewechselt.
Die Menschen sind diesem Aufruf freudig gefolgt und fühlen
sich durch die neue Kathedrale in ihrem Glauben bekräftigt
und geehrt.
Die kommunistische Regierung hat die Albaner beleidigt und gedemütigt,
indem sie versuchte alle Zeichen des Glaubens auszulöschen.
Mit einem Gesetz vom 18. März 1967 wurde diese Auslöschung
aller kirchlichen Strukturen verfügt. Kirchen wurden in Turnhallen
und Sportplätze umgewandelt. Die Menschen erinnern dieses
Datum als Tag der Schande'. Die neue Kathedrale ist ein
Symbol des Neubeginns, das diesen Schmerz auslöscht und die
neue Kirche mit dem Band des Glaubens an jene anknüpfen lässt,
die es von 1967 gegeben hat."
Weiter erklärt Msgr. Palmieri: "Trotz der Kommunikationsschwierigkeiten
(zahlreiche Gemeinden reisten drei oder vier Stunden an, um an
dem Festgottesdienst teilzunehmen) wird die Kathedrale ein geistlicher
Bezugspunkt für all jene sein, die den Glauben aus der Zeit
vor dem Kommunismus bewahrt haben, aber vor allem auch für
die junge Menschen, die sich heute dem Glauben nähern. Sie
soll ein Ort der Begegnung mit Gott und der Gemeinschaft sein,
ein Ort an dem die Werte des Friedens, des Einklangs und auch
der Solidarität mit den muslimischen Gläubigen, die
in unserem Land die Mehrheit darstellen, wieder gefunden werden
können.".
Abschließend betonte der Apostolische Administrator: "Ich
danke allen Wohltätern von ganzem Herzen und insbesondere
der Diözese Bologna, die nach dem Eucharistischen Kongress
vor vier Jahren beschlossen hatte, sich im Zeichen der konkreten
Solidarität für den Wiederaufbau dieser Kathedrale einzusetzen."
(P.A.) (Fidesdienst 8/11/2002)
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