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MARTYROLOGIUM DES JAHRES - 2004

AUFSTELLUNG DER IM JAHR 2004 ERMORDETEN KIRCHLICHEN MITARBEITER DER MISSION

Vatikanstadt (Fidesdienst) - Wie aus den dem Fidesdienst zur Verfügung stehenden Daten hervorgeht wurden im Jahr 2004 insgesamt 15 Priester, Ordensleute und Laien ermordet. Wie bereits in den vergangenen Jahren berücksichtigt die Aufstellung nicht nur Missionare ad gentes im engeren Sinn, sondern alle kirchlichen Mitarbeiter der Mission, die auf gewaltsame Weise ermordet wurden und die ihr Leben im Bewusstsein der bestehenden Gefahr hingaben, um nicht auf das eigene Engagement für das Zeugnis und das Apostolat zu verzichten. Einige der Opfer wurden erst Stunden oder Tage nach ihrem Tod gefunden und waren - zumindest dem Anschein nach - Opfer von Aggressionen, Überfällen und Diebstählen geworden, die in einem besonders gewaltsamen und armen sozialen Umfeld verübt wurden.

Die meisten Opfer gab es in Afrika: in Burkina Faso, Uganda, Burundi, Südafrika, Kenia und Tschad starben vier Priester, ein Laienbruder und eine Schwester. Sie wurden tot in ihren Wohnungen aufgefunden, wo sie von Kriminellen auf der Suche nach Geld ermordet oder mit blutiger Gewalt absichtlich getötet wurden.

In Amerika wurden insgesamt vier Priester ermordet, von denen drei in Mexiko und Guatemala in einem unter menschlichen und sozialen Gesichtpunkten besonders armen Umfeld tätig waren. Bei einem vierten in Chile ermordeter Mitarbeiter der Mission handelte es sich um einen italienischen Missionar, der sein ganzes Leben in diesem Land verbracht hatte, was so weit ging, dass er sogar chilenischer Staatsbürger geworden war. Er wurde mach der Heiligen Messe in der Kathedrale von einem jungen Mitglied einer Sekte ermordet.

Asien scheint ganz besonders unter fundamentalistischen Spannungen zu leiden: insgesamt drei junge pakistanische Katholiken wurden wegen falscher Anschuldigungen oder mit Ziel, sie zum Verzicht auf den eigenen Glauben zu bewegen, bis zum Tod misshandelt und gefoltert. In Indien wurde ein Priester tot aufgefunden, der zuvor bedroht und der Proselytenmacherei beschuldigt worden war, weil er hinduistische Familien besuchte, bei denen er gerne gesehen war.

In diesem Zusammenhang darf jedoch auch die lange Liste der im Irak ermordeten Katholiken (vgl. Fidesdienst vom 16. Oktober 2004) nicht vergessen werden. Außerdem möchten wir an die zahlreichen „unbekannten Mitarbeiter“ der Mission erinnern, die in allen Teilen der Welt für den Glauben sterben und von denen nie jemand erfahren wird. Der Fidesdienst nimmt deshalb gerne weitere Informationen und aktuelle Daten zur diesjährigen Aufstellung oder zu den Listen der vergangenen Jahre entgegen.

Name und Nachname

Nationalität

Institut

Ort und Datum des Todes

1.

Br. Ignacio Garcia Alonso

Spaniel

Christliche Schulbrüder

Bobo Dioulasso (Burkina Faso) – 6/2

2.

Pater Luciano Fulvi

Italien

Comboni Missionar MCCJ

Gulu (Uganda) – 31/3

3.

Javed Anjum

Pakistan

Laie

Faisalabd (Pakistan) – 2/5

4.

Samuel Masih

Pakistan

Laie

Lahore (Pakistan) – 28/5

5.

Pf. Ramon Navarrete Islas

Mexiko

Weltpriester

Ciudad Juarez (Mexiko) – 6/7

6.

Pater Faustino Gazziero

Italien

Diener Mariens

Santiago del Cile (Chile)– 24/7

7.

Don Eusebio Manuel Sazo  

Guatemala

Weltpriester

Guatemala City (Guatemala) – 31/7

8.

Nasir Masih

Pakistan

Laie

Lahore (Pakistan) – 19/8

9.

Pfarrer Job Chittilappilly

Indien

Weltpriester

Unionsstaat Kerala (Indien) – 28/8

10.

Pfarrer Gerard Fitzimons

England

Colesberg (Südafrika) – 2/10

11.

Pf. Macrino Nájera Cisneros

Mexiko

Weltpriester

Jilotlan (Mexiko) – 18/10

12.

Pfarrer Gerard Nzeyimana

Burundi

Bischofsvikar in Bururi

Bururi (Burundi) – 19/10

13.

Pfarrer John Hannon

Irland

Afrikamissionare. - SMA

Ngong (Kenia) – 25/9

14.

Pfarrer Kazimir Viseticki

Bosnien- Herzegowina

Weltpriester

Bosanska Gradiska (Bosnien- Herzegowina) – 17-18/11

15.

Schw. Christiane Philippon

Frankreich

Notre Dame des Apôtres

Sahr (Tschad) – 26/12

MARTYROLOGIUM DES JAHRES - 2004

Bruder Ignacio Garcia Alonso, vom Institut der Christlichen Schulbrüder wurde im Büro des Rektors des Internats der Christlichen Schulbrüder in Bobo Dioulasso in Burkina Faso von einer oder mehreren Personen mit einer Machete ermordet. Die Täter flohen, ohne Spuren zu hinterlassen. Der Vorfall ereignete sich am 6. Februar. Der 63jährige Ordensbruder stammte aus Spanien. Er lebte über 40 Jahre als Missionar in Marokko, Niger und vor allem in Burkina Faso (vgl. Fidesdienst vom 10. Februar 2004)

Pater Luciano Fulvi, Comboni Missionar aus Italien, 76 Jahre, wurde am 31. März in seiner Wohnung in der Mission Lyibi am Stadtrand von Gulu (Uganda) mit einer Verletzung am Hals tot aufgefunden. Er lebte erstmals von 1956 bis 1964 in Uganda, wohin der 1990 zurückkehrte. Er war vor allem im Erziehungswesen und zuletzt in der Berufungspastoral tätig. Er wurde von allen als friedfertiger und freundlicher Mensch beschrieben, der sich jedoch der Risiken des Lebens als Missionar in dieser Region bewusst war. (vgl. Fidesdienst vom 31. März 2004)

Javed Anjum, 19jähriger Student aus Quetta (Pakistan), starb am 2. mai im Krankenhaus von Faisalabad an den Folgen von insgesamt 26 Verletzungen am ganzen Körper, die ihm von einem Lehrer und mehreren Studenten einer Islamschule zugefügt worden waren, die ihn zum Islam bekehren wollten. Am 17. April wurde Javed von einem Lehrer und mehreren Studenten der Jamia Hassan bin Almurtaza, einer religiösen islamischen Schule in der Nähe von Islamabad verschleppt. Fünf Tage lang wurde er misshandelt, bis sein Zustand sich derart verschlechterte, dass seine Peiniger in selbst der Polizei übergaben, wo sie erklärten, er habe versucht einen Diebstahl zu verüben. Die Polizeibeamten brachten den jungen Mann ins Krankenhaus, wo er jedoch an den Folgen der Misshandlungen starb. (vgl. Fidesdienst vom 12. Mai 2004)

Samuel Masih, ein junger Pakistaner, der im August 2003 wegen Blasphemie festgenommen wurde, starb am 28. Mai 2004 im Krankenhaus, wo er sich mehrer Monate lang aufgehalten hatte, nachdem er wegen der im Gefängnis erlittenen Misshandlungen eingeliefert worden war. Der junge Mann, der auch an Tuberkulose litt, war von einem fundamentalistischen muslimischen Gefängniswärter misshandelt worden. Er war von einem Buchhändler aus Lahore angezeigt worden, weil er angeblich Abfälle an der Mauer einer Moschee abgestellt haben soll. (vgl. Fidesdienst vom 31. Mai 2004)

Pfarrer Ramon Navarrete Islas, 56jähriger mexikanischer Weltpriester, wurde in seiner Wohnung in der Nähe der Pfarrei, die er als Gemeindepfarrer betreute, in Ciudad Juarez an der Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko tot aufgefunden. Der Priester wurde am 6 Juli mit mehreren Messerstichen in der Brustgegend auf dem Boden liegend aufgefunden. Wie aus den polizeilichen Ermittlungen hervorgeht, wurde das Delikt von einem oder mehreren Einbrechern verübt, die in seiner Wohnung nach Wertgegenständen suchten: die Wohnung war verwüstet, außerdem stahlen die Täter das Auto des katholischen Priesters. (vgl. Fidesdienst vom 8. Juli 2004)

Pater Faustino Gazziero von den Dienern Mariens wurde am Samstag, den 24. Juli nach der Abendmesse im Dom von Santiago de Chile erstochen. Als der katholische Priester nach dem Abendgottesdienst in die Sakristei zurückging, wurde er dort von einem 25jährigen Mann mit einem Messer angegriffen und ermordet. Der Täter konnte von der Polizei kurz nach der Tat festgenommen werden. Der 69jährige italienische Pater Gazziero war 1960 sofort nach seiner Priesterweihe nach Chile gekommen. Er hatte verschiedene Ämter inne und war seit Jahren Vorsitzender der Stiftung „Santa Teresa“, die im ganzen Land mehrere Schulen betreibt. (vgl. Fidesdienst vom 26. und 28. Juli 2004)

Pfarrer Eusebio Manuel Sazo Urbina, 45 Jahre aus Guatemala, betreute als Gemeindepfarrer eine Pfarrgemeinde am Stadtrand von Guatemala City und wurde am 31. Juli ermordet. Der Priester, der sich vor allem für humanitäre Hilfsprojekte und Entwicklungsprojekte engagierte, war zu einem Kranken gerufen worden. Auf dem Weg von der Pfarrei zur Wohnung des Kranken wurde er von einem Mann überfallen, der sein Handy stehlen wollte und ihn mit einer Schusswaffe am Hals und in der Magengegend verletzte. Der katholische Priester starb beim Transport ins Krankenhaus an den Folgen seiner schweren Verletzungen. Sein Amtsvorgänger in der Leitung der Pfarrgemeinde hatte sein Amt abgegeben weil er mehrmals Morddrohungen erhalten hatte.

Nasir Masih, 26 Jahre, katholischer Pakistaner, wurde am 16. August aus seiner Wohnung im Verwaltungsbezirk Baldia Siekhupoura rund 45 Kilometer von Lahore von einer Gruppe muslimischer Männer verschleppt, die ihn des Diebstahls beschuldigten. Wenige stunden später teilten Polizeibeamte den Angehörigen fest, man habe ihn festgenommen. Nach drei Tagen wurde sein Tod bekannt gegeben: sein Körper wies zahlreiche Verletzungen und Blutflecken auf. (vgl. Fidesdienst vom 8. September 2004)

Pfarrer Job Chittilappilly, 71 Jahre, wurde am Morgen des 28. August in seiner Wohnung in Thuruthiparambu im indischen Unionsstaat Kerala ermordet. Pfarrer Job betete den Rosenkranz vor dem Gottesdienst, als er von seinen Mördern überrascht wurde. Aus der Wohnung des Priesters, der seit 45 Jahren als Seelsorger unter den syromalabarischen Gläubigen tätig war, wurde von den Tätern nichts mitgenommen oder beschädigt. Bereits einige Zeit zuvor soll der Priester eingeschüchtert worden sein. Man werde ihn umbringen, sollte er seine Proselytenmacherei nicht einstellen, hatte man ihm gedroht. Der Priester stattete hinduistischen Familien Besuche ab, bei denen er stets willkommen war, ohne dabei das Ziel des Abwerbens von Gläubigen zu verfolgen. (vgl. Fidesdienst vom 31. August 2004)

Pfarrer Gerard Fitzimons, 63 Jahre aus England, wurde am 2. Oktober tot in seiner Wohnung in der Pfarrei der heiligen Maria und Joseph in Colesberg in der Diözese De Aar (Südafrika) aufgefunden. Pfarrer Gerard arbeitete seit 7 Jahren in Südafrika, wo er sich vor allem um Arme und Aidskranke kümmerte (vgl. Fidesdienst vom 13. Oktober 2004)

Pfarrer Marcino Nájera Cisneros, 42 Jahre, Gemeindepfarrer in Jilothlan (Mexiko) wurde am 18. Oktober bei einer Feier nach der heiligen Messe zur Erstkommunion ermordet, nachdem er versucht hatte, ein Mädchen zu beschützen, das von einem Mann belästigt worden war, der sie unbedingt zum Tanzen auffordern wollte. Der Mann hatte sich zunächst entfernt und war dann zurückgekehrt, um den Priester und zwei weitere Personen mit einer Schusswaffe zu töten. Das Mädchen blieb unverletzt.

Pfarrer Gerard Nzeyimana, 65 Jahre aus Burundi, Bischofsvikar in Bururi, wurde am 19. Oktober bei einem Überfall ermordet. Pfarrer Gerard Nzeyimana kehrte zusammen mit drei Ordensschwestern und einer jungen Frau von Bujumbura nach Bururi zurück, als ihr Fahrzeug von bewaffneten Männern aufgehalten wurde. Er wurde zum Verlassen des Fahrzeugs gezwungen und mit einem Kopfschuss kaltblütig ermordet. “, so die Beobachter. Er engagierte sich vor allem für den Frieden und denunzierte immer wieder die Gewalt an der Zivilbevölkerung. (vgl. Fidesdienst vom 20. Oktober 2004)

Pater John Hannon, 65 Jahre aus Irland und Missionar der Gesellschaft der Afrikamissionen (SMA) wurde am 25. November in den Räumlichkeiten des sich im Bau befindlichen Gemeindezentrums der Pfarrer St. Barnabas in Matasia (Diözese Ngong, Kenia) rund zwanzig Kilometer von Nairobi entfernt aufgefunden. Wie aus den Ermittlungen hervorgeht, drangen seine Mörder gegen Mitternacht in die Räume der Pfarrgemeinde ein, wo sie wahrscheinlich einen Raubüberfall geplant hatten. Nachdem sie einen Wachposten gefesselt hatten, ermordeten sie den Ordensmann. (vgl. Fidesdienst vom 26. November 2004)

Pfarrer Kazimir Viseticki, 66 Jahre, wurde in der Nacht vom 17. auf den 18. November ermordet. Seine blutüberströmte Leiche wurde in seiner Wohnung in der Pfarrei St. Roko in Bosanska Gradiska (Diözese Banja Luka) im Norden von Bosnien Herzegowina in der Nähe der kroatischen Grenze aufgefunden. Wahrscheinlich handelte es sich bei der Tat ursprünglich um einen Raubüberfall: der Täter wurde von dem katholischen Priester überrascht, worauf er mit einer Eisenstange auf ihn einschlug. (vgl. Fidesdienst, 20. November 2004)

Schwester Christiane Philippon, 58 Jahre, aus der Kongregation Notre Dame des Apotres, wurde in der Nacht vom 25. auf den 26. Dezember (gegen drei Uhr morgens) im Tschad auf der Straße von Ba Hilli nach N’Djamena ermordet. Schwester Christiane und zwei weitere Ordensschwestern waren auf dem Weg in die Hauptstadt zu einer Versammlung ihrer Kongregation. Ihr Fahrzeug wurde auf dem Weg von Banditen überfallen und unter Beschuss genommen, wobei Schwester Christine ermordet wurde. Ihre drei Mitschwestern, die sich ebenfalls im Fahrzeug befanden, wurden verletzt. Schwester Christine lebte und arbeitete seit 20 Jahren im Tschad und seit 5 Jahren in der Diözese Sahr, wo sie vor allem in der Familienpastoral tätig war. Vor einem Jahr wurde sie in das Amt der Vorsitzenden der diözesanen Versammlung der Ordensschwestern gewählt.

Ermordet im Jahr 2004
10 Priester
1 Laienbruder
1 Schwester
3 Laien

Herkunftsländer
Europa: 7 (2 Italien, 1 Irland, 1 England, 1 Frankreich, 1 Spanien, 1 Bosnien-Herzegowina)
Amerika: 3 (2 Mexiko, 1 Guatemala)
Asien: 4 (3 Pakistan, 1 Indien).
Afrika: 1 (Burundi)

Ort des Todes
Amerika: 4 (2 Mexiko,1 Guatemala, 1 Chile)
Afrika: 6 (1 Uganda, 1 Burundi, 1 Südafrika, 1 Kenia, 1 Tschad, 1 Burkina Faso)
Asien: 4 (1 Indien, 3 Pakistan)
Europa: 1 (Bosnien-Herzegowina).

Kurzer Kommentar von Kardinal Crescenzio Sepe zur Aufstellung der im Jahr 2004 ermordeten Mitarbeiter der Mission

Vatikanstadt (Fidesdienst) – Der Fidesdienst bat Kardinal Crescenzio Sepe, Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, um einen kurzen Kommentar zur Aufstellung der im Jahr 2004 ermordeten Mitarbeiter der Mission. Es folgt der Wortlaut des Kommentars.

Auch im Jahr 2004 mussten viele Brüder und Schwestern für das Wachstum der Kirche in der Welt ihr Blut vergießen. Den meisten Menschen ist dieser Beitrag unbekannt, da Informationen über diese tragischen Ereignisse meist nicht auf den Seiten der Zeitungen oder in den Bereichten der Radio- und Fernsehsender erscheinen. Doch dem Vater, der uns alles Gute schenkt, ist er zweifelsohne wohl bekannt.
Wir kennen nicht in allen Fällen die Gründe, die zum Tod geführt haben, doch wir wissen, dass bei vielen der Glaube ein Grund für das Blutzeugnis war.
Ohne eine mögliche Beurteilung der Kirche vorwegzunehmen können wir sagen, dass in einigen Fällen die Umstände des Todes sich wie die Steine eines Mosaiks zusammenfügen, wobei sich die Kennzeichen jeweils im Vergleich zu den andern unterscheiden, die doch als Ganzes ein harmonisches Bild entstehen lassen und sich gegenseitig ergänzen. Es handelt sich dabei um das großes Mosaik der Kirche, die in verschiedenen Völkern und Kulturen und unter extrem unterschiedlichen gesellschaftlichen Bedingungen lebt, dabei jedoch vom Heiligen Geist, der vereint und Leben schenkt, zusammengehalten wird. Unter diesen Mosaiksteinen sind einige von ganz besonderem Glanz, der ihnen das Blut verleiht, das sie für den Glauben vergossen haben: es sind unserer Märtyrer, die als solche von der Kirche anerkannt werden, und die in den Augen der Unwissenden für immer aus dieser Welt beseitigt wurden, die jedoch mit den Augen des Glaubens gesehen, mit ihrem Blut die Erde für den Samen neuer Christen fruchtbar gemacht haben. Das Martyrium zeugt von einer lebendigen Kirche: das Martyrium nährt, trägt, stärkt und ermutigt die Sendung der Kirche, sie ist Grund zur Lobpreisung! Der heilige Apostel Paulus schreibt hierzu: „Ich aber will mich allein des Kreuzes Jesu Christ, unseres Herrn rühmen, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.“ (Gal 6,14).
Das Martyrium ist Teil der Kirche: denn die Verkündigung des Evangeliums und des Glaubens immer und überall, auch durch die Hingabe des eigenen Lebens zu diesem Zweck, ist das höchste Zeugnis der Evangelisierung, das wir geben können, es ist der konkrete Frieden, den Jesus Christus den Menschen gebracht hat.
(Fidesdienst, 30/12/2004)

 

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