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Die Religionen im neuen Irak (04/2004)
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Die Religionen im neuen Irak

Mossul (Fidesdienst) - „Wir waren sehr besorgt und haben viel gebetet, doch heute freuen wir uns, dass die Situation ruhig ist und viele Menschen trotz einiger Attentate zu den Urnen gingen. Diese erste Stimmabgabe wird in der Geschichte des Landes erinnert werden. Wir beginnen uns eine Vorstellung von Freiheit und Demokratie zu machen. Ich freue mich sehr für mein Volk und alle Menschen im Irak empfinden dasselbe“, so eine chaldäische Ordensschwester im Gespräch mit dem Fidesdienst am Tag nach der Wahl im Irak.
„Obschon die Sicherheit im Land weiterhin nicht gewährleistet ist, gibt es heute neue Hoffnung: die Hoffnung auf Frieden. Vor allem wir Frauen freuen uns sehr, denn für uns öffnen sich neue Horizonte, eine Ära, in der wir unsere Meinung äußern und auf unsere Menschenwürde bestehen dürfen: das Klima der Freiheit betrifft auch uns. Wir erwarten uns das Beste für unser Land. Heute wollen wir vor allem nachdrücklich zu verstehen geben, dass der Frieden möglich ist: alle Komponenten der irakischen Gesellschaft: Sunniten, Schiiten, Kurden und Christen können durch das harmonische Zusammenleben zum Entstehen eines freien und demokratischen Irak beitragen.“, so die chaldäische Ordensschwester weiter.
„Als Christen“, betont die Ordensschwester abschließend, „nehmen wir an diesem Prozess mit allen Kräften teil und möchten damit einen Beitrag zum Aufbau des neuen Irak leisten. In Karakosch, in der Nähe von Mossul, wo rund 30.000 Christen leben, wurden keine Wahllokale eingerichtet. Die Menschen haben protestiert und es wurde uns die Möglichkeit gegeben, unsere Stimme heute abzugeben. Dies zeigt die Absicht aller Christen und aller Iraker: alle möchten zur Zukunft der Nation beitragen. Mit meinen Mitschwestern in unserer Gemeinschaft werden wir vor allem weiterhin dafür beten, dass Gott dem Irakischen Volk beistehen und es segnen möge.“ (PA) (Fidesdienst, 31/01/2005)

 

 


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