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SPANIEN UND DER ISLAM

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DER ISLAM IN SPANIEN
In Spanien leben rund 600.000 Muslime, von denen es sich bei rund 6.000 um Konvertiten handelt. Die islamische Einwanderung begann vor etwa 15 Jahren.
Es gibt verschiedene muslimische Gemeinden und Vertretungen. Die wichtigsten unter ihnen sind: der Verband der marokkanischen Gastarbeiter, eine Art Gewerkschaft ohne Bindung an religiöse Gruppen; die Spanische Islamkommission (CIE), die von der spanischen Regierung anerkannt wird und der Föderation der muslimischen religiösen Einrichtungen (FEERI) sowie der Union der islamischen Gemeinden in Spanien (UCIDE) angehört.

In Spanien gibt es insgesamt 74 Moscheen und 139 islamische Verbände. Ähnlich wie in Frankreich gibt es auch in Spanien so genannte Garagen-Moscheen, in denen Gewalt gepredigt wird, Die meisten Imam dieser Moscheen, sollen von arabischen Ländern oder radikalen Sekten bezahlt werden. Zur Kontrolle dieses Phänomens erließ das Innenministerium des Landes im Auftrag der spanischen Regierung eine Meldepflicht für Moscheen und die jeweiligen Imam. Dies führte zu heftigem Protest: die Muslime der maghrebinischen Gemeinde von Ceuta betonten, dass es in ihrem Einzugsgebiet rund 24 kleine Moscheen gebe, die wahrscheinlich alle von der neuen Meldepflicht betroffen wären. Was das Problem der Imam anbelangt (rund 4.000) vertritt die FEERI die Ansicht, dass eine direkte Selektion durch die muslimischen Einwanderergemeinden und eine Bezahlung durch den spanischen Staat zur Lösung des Problems beitragen könnte.

Moscheen insgesamt 74, Vereine und Verbände 139

Stadt Moscheen Vereine/Verbände
La Coruna 2  
Bilbao 2  
Geronia 2  
Barcellona 11  27
Terragona 1 5
Saragozza 3  
Valencia 2 5
Madrid 10 39
Toledo   6
Cacenea 1  
Alicante 1 6
Murcia   3
Almeria   2
Granada 8 10
Malaga 4 5
Cadice 2 3
Huelva 1  
Siviglia 4  
Cordoba 4  
Jaen 2  
Toledo   6
Ceuta 5 10
Melilla 3 6
La Palma 5  
Palma di Mallorca 2 2

                       Quelle: La Razon 24-11-2002

In einem von der spanischen Tageszeitung La Razon am 24. November 2002 veröffentlichten Artikel heißt es, dass „fundamentalistische Imam in ihren Predigten in den Moscheen gegen das Zusammenlben mit der spanischen Bevölkerung und gegen spanische Bräuche und Gewohnheiten aussprechen.“ Der Geheimdiesnt warnt vor eine Radikalisierung muslimischer Gemeinden in Spanien. Religionsführer, die von fudamentalistischen Vereinigungen vorgeshrieben werden berbreiten in ihren Moscheen Botschaften der Intoleranz. Die muslimische Gemeinde in Spanien wird zunehmen radikaler, da es immer mehr muslimische Zuwanderer gibt, die auf die gemäßigten Muslime in Spanien Einfluss ausüben. Auch der Höchste Rat der Imam versucht seit einiger Zeit die wahabitische Proselytenmacherei in Spanien zu fördern.
Die Spaltung innerhalb der muslimischen Gmeinde in Spanien führt zu einer möglichen fundamentalistischen Kluft. Nach den Attentaten vom 11. September fanden radikale muslimische Gruppen unter den Zuwanderern vermehrt Zulauf.
Die Regierung beobachtet diese Tendenz seit einigen Monaten mit Sorge, nachdem die junge Marokkanerin Fatima darauf bestand mit dem Kopftuch zur Schule zu kommen und ein Vater in Ripollet sich weigerte, seine Kinder in ein katholisches Zentrum zu schicken.

Imam erheben Anklage gegeneinander
Dazu kam es in der Moschee im Vorort Cabrerizas in Melilla. Der Vorsitzende der Moschee klagte im Januar 2001 gegen einen Imam, der seine Ausweisung durch die spanischen Behörden forderte, weil unter den Gläubigen fundamentalistische Lehren verbreitete und Terrorakte sowie die Gewalt gegen Ehefrauen und gegen Juden rechtfertigte.
Wie aus der Anklageschrift hervorgeht, soll der Imam dabei die Abwesenheit seines Vorgängers ausgenutzt haben, der sich auf der Wallfahrt nach Mekka befand, um dessen Amt und damit die Kontrolle über die Moschee zu übernehmen. Bei seiner Rückkehr sprachen junge Radikale Morddrohungen gegen den vorherigen Imam aus und zwangen ihn schließlich zur Rückkehr nach Marokko.
Im April 2001 informierte eine muslimische Gruppe, die später als Mitglieder der Jamaa der Mosche in Caberizas identifiziert wurden, den Regierungsbeauftragten vom Wechsel im Amt des Imam. Seither kam es in dieser Moschee zunehmend zu Feindseligkeiten gegenüber westlichen Gepflogenheiten. Die Predigt vom 8. Februar 2001 enthielt Angriffe auf Juden. Außerdem verurteilte der Imam die „westliche Kolonisierung“ Afghanistans, die „der Gesellschaft dieses Landes Schaden zufügt“. Abschließend bekräftigte der Prediger: „Der Western versucht Afghanistan zur selben Schweinerei zu führen, wie sie heute in Marokko, Tunesien oder Ägypten herrscht.“. Diese Predigt wurde am selben Tag auch in den Moscheen in den Stadtteilen Canada de Hidun und Melilla verlesen. In einem dieser beiden Stadtteile war der Imam bereits während des vorhergehenden muslimischen Fastenmonats Ramadan wegen seiner „intoleranten und dem Westen feindlich gesinnten Predigten“ aufgefallen. In einer seiner Predigten hatte er zum Heiligen Krieg, zu dem Bin Landen aufruft, folgenden Kommentar abgegeben: „das Problem, das uns am meisten anspornt, ist der Krieg in Afghanistan“. „Der Heilige Krieg ist die Pflicht jeden Muslims, egal ob Mann oder Frau. Jeder Muslim, der nicht am Heiligen Krieg in Afghanistan teilnimmt, aus welchem Land er auch immer kommen mag, ist ein Sünder, den der Heilige Krieg ist in diesem Moment wichtiger als das Gebet oder das Fasten. Der Heilige Krieg wird nicht nur auf dem Schlachtfeld gekämpft, sondern durch alles, was wir tun. Wir können ihn mit unserer materiellen Hilfe unterstützen, unsere Zustimmung zum Ausdruck bringen, für die afghanische Sache werben oder logistische Unterstützung leisten. Jeder der sich als Muslim bezeichnet und in diesem schwierigen Moment nicht mit seinen Brüdern zusammenarbeitet ist ein Heuchler und deshalb verachtenswert“.

Frauen gehören nicht in der Regierung
In derselben Predigt vom 23. November 2001 übte der Imam der Moschee La Canada de Hidum auch heftige Kritik an westlichen Bräuchen und Gepflogenheiten: „Es ist unsere Pflicht die Männer des Islam darauf vorzubreiten, den Geist der Homosexualität zu bekämpfen, der sich in westlichen Ländern ausbreitet“, so der Imam. „Die laizistische anti-fundamentalistische Presse, die zu Prostitution und Sittenlosigkeit aufruft, muss bekämpft werden“, bekräftigte er. „Die Geschichte lehrt uns, dass in Gesellschaften, wo Männer ihren Mut und ihre Männlichkeit verloren haben und wo Frauen an der Regierung sind und unverhüllt auf den Straßen gehen, die Geburtenrate zurückgeht und Männer und Frauen unfruchtbar werden, so dass diese Gesellschaften schließlich verschwinden. Die Muslime“, so der Imam abschließend, „müssen mit dem kämpfen, was sie haben und sie dürfen sich dabei nicht von einem ‚ungläubigen Europa’ unterwerfen lassen“.
Dabei konnte der Prediger auf die Unterstützung des Imam der Hauptmoschee von Melilla, der Koalition für Melilla, der religiösen Vereins Badr und der Nichtregierungsorganisation Islamische Freiwilligen Arbeit und soziale Aktion zählen.

Handstreich
Der Badr-Verein ist nach Ansicht des spanischen Sicherheitsdienstes auch für den Handstreich verantwortlich, mit dem es gelang den gemäßigten Imam der Moschee in Cabrerizas durch einen radikalen Imam zu ersetzen. Es besteht auch der Verdacht, dass der Verein eine Kampagne zur Ausdehnung der Kontrolle auf einige Vororte von Melilla startete, um dort „offizielle“ Imam zu entfernen, die vorwiegend aus Marokko kamen, und diese durch Imam mit fundamentalistischer Ideologie zu ersetzen.
Ähnliche wie in Cabrerizas war der Sachverhalt auch in Canada de Hidum, wo eine neue Moschee gebaut wurde, um dort den eigenen Imam einzusetzen und den offiziellen Imam zu ersetzen. Dies geht aus einer offiziellen Verlautbarung des Badr-Vereins hervor. Im Rahmen dieses Vorhabens wurde der islamische Fundamentalismus auch schrittweise in Schulen und Instituten einzuführen, die mehrheitlich von Muslimen besucht werden.
Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass sich der Badr-Verein durch die Nichtregierungsorganisation der muslimischen Freiwilligenarbeit und sozialen Aktion finanziert wurde, die ihrerseits öffentliche Subventionen erhielt, die in großen Mengen in die Kanäle des Badr-Vereins flossen.
Die marokkanische Regierung, die traditionell mit den muslimischen Vereinen in Spanien in Verbindung steht, weist ebenfalls mit Sorge auf den zunehmenden Einfluss dieser fundamentalistischen Gruppen und auf deren Bemühen um die Isolierung der „offiziellen“ Imam hin. Aus diesem Grund informierte der marokkanische Gouverneur von Nador die Regierung in Rabat über die Tätigkeit der fundamentalistischen Bewegung in Melilla. Auch gegenüber der spanischen Regierung äußerte er seine Sorge über diese Tendenz, über die er selbst keine Kontrolle hatte.
Doch radikale Tendenzen gibt es nicht nur in der Moschee von Melilla. Auch in Castellon kam es nur einen Monat nach den fundamentalistischen Predigten in der Moschee in Canada de Hidum im islamischen Zentrum in Nur zu Provokationen, die eine Spaltung im Vorstand der Gemeinde hervorriefen, was Predigten anbelangte, die das Gedankengut Bin Ladens verbreiteten. Der Imam wurde seines Amtes enthoben, er weigerte sich jedoch, die Moschee zu verlassen.

Über 200 Verbände und Vereine
In dem beim Verlag Planeta erschienenen Buch mit dem Titel „Im Namen Allahs. Das geheime Netz des islamischen Terrorismus in Spanien“ von Enrico Monanchez und Pedro Canales weisen die Autoren darauf hin, dass die Zahl der muslimischen Verbände und Vereine seit den 70er Jahren von etwa einem Dutzend auf über 200 angestiegen ist, die sich überall in Spanien niedergelassen haben, jedoch vor allem an der Ostküste und in Andalusien zu finden sind. Diese muslimischen Verbände üben großen Einfluss auf marokkanische Einwanderer aus: viele dieser Einwanderer fühlen sich schutzlos und die Verbände helfen diesen Einwanderern beim alltäglichen Überleben in Spanien.

Moscheen, Schulen und Zeitungen für rund 600.000 Muslime
In Spanien leben rund 600.000 Muslime, davon allein rund 50.000 in Madrid. In der Hautstadt gibt es zehn Moscheen, mehrere islamische Schulen und Zeigungen („Die Stunde des Islam“ gehört mit einer Auflage von 2.000 Exemplaren zu den wichtigsten). Im Madrider Vorort Lavpiès sind 30% der Schüler in den Klassen muslimischer Abstammung. In Madrid befindet sich auch eines der größten islamischen Kulturzentren in Europa.

Zusammensetzung
Der Islam in Spanien unterteilt sich seit langem in zwei große Verbände unterschiedlichen Charakters. Auf der einen Seite gibt es die Föderation religiöser islamischer Einrichtung in Spanien, in der sich gemäßigte spanische Muslime vereinen, auf der anderen Seite schließen sich in der Union der islamischen Gemeinden in Spanien die orthodoxen Muslimen zusammen.

Der Einfluss der orthodoxen Muslime
Während die Föderation religiöser islamischer Einrichtungen in Spanien sich seit über einem Jahr in einer Krise befindet und von einem stellvertretenden Vorsitzenden geleitet wird, konnte die Union der islamischen Gemeinden in Spanien ihren Einfluss mit Unterstützung anderer Gruppen, wie zum Beispiel der Muslimischen Brüder, die viele Moscheen an der Costa del Sol und in Madrid kontrollieren, ausbauen.

Das Buch des Imam, der Frauen schlägt
In seinem Buch „Die Frau im Islam“ (herausgegeben und verteilt vom Haus des Arabischen Buchs in Barcelona und vom Islamischen Kulturzentrum in Madrid) fordert der Autor und Imam von Fengirola, Mohamad Kemal, dazu auf, Frauen auf eine Weise zu schlagen, die keine Spuren hinterlässt. Der Imam wurde des Verstoßes gegen den Artikel 510 des spanischen Strafgesetzbuchs angeklagt, der eine Haftstrafe von einem bis drei Jahren für Personen vorsieht, „die zu Diskriminierung, Hass oder Gewalt gegen Gruppen oder Verbände aus rassistischen, antisemitischen und anderen ideologischen Bezügen, religiösen oder wegen des Geschlechts“ vorsieht. Gegen dieses Buch protestierte auch die Gemeinschaft der muslimischen Frauen, die forderten, es solle vom Markt genommen werden. Die Verbände An-Nisa und Inshalla betrachten einige Aussagen des Buches als Aufruf zu verbrecherischen Handlungen.
Insbesondere bezieht sich die Kritik der Sprecherinnen von An-Nisa und Inshallah, Jadicha Candela und Yaratullah Monturiol, darauf, dass der Autor eine Reihe von Ratschlägen gibt, wie „Schläge bestimmte Stellen des Körpers, wie zum Beispiel Füße und Hände treffen sollen, wobei ein nicht zu dicker Stock benutzt werden soll, weil ein dünner Stock keine Narben oder Blutergüsse am Körper hinterlässt“. Diese Ratschläge können auch als eine Rechtfertigung für das Schlagen der eigenen Ehefrau ausgelegt werden, wobei Glauben gemacht werden soll, dass dieses Verhalten von der islamischen Lehre erlaubt sei.
Nach Ansicht der muslimischen Frauen gäbe es keinen unangemesseneren Zeitpunkt für die Veröffentlichung eines solchen Buches, während die Zentralregierung und örtliche Behörden versuchen, im Rahmen einer Kampagne auf häusliche Gewalt aufmerksam zu machen. Nach Ansicht der Sprecherin des Verbandes An-Nisa (übersetzt: die Frauen), Jachida Candela, ist insbesondere der Wortlaut des Kapitels 6 des Buschs „Die Frau im Islam“ besorgniserregend, da es sich hier um „die Spitze des Eisbergs einer frauenfeindlichen Auslegung des Islam handelt“.
Eine islamische Rechtskommission erklärt, dass „daraba“ auf Arabisch nicht schlagen bedeutet, wie der Imam von Fuengirola es wiedergibt. Hinter der Uneinigkeit über die Auslegung dieses Begriffs verbirgt sich auch ein Machtkampf unter den islamischen Gruppen im Spanien um die Kontrolle der Föderation der religiösen islamischen Einrichtungen in Spanien (FEERI).

Spanische Ärzte lehnen den „Jungfräulichkeitstest“ bei muslimischen Frauen ab
Im April vor vier Jahren veröffentlichte der Ärzteverband von Barcelona (durch eine Sachverständigenkommission unter Vorsitz von Dr. Joan Monés) eine Erklärung zu den Verhaltensrichtlinien für Mitglieder des Verbandes, die sich weigern von muslimischen Zuwanderern verlangte Tests und Zertifikate über die Jungfräulichkeit zu erstellen. Zu dieser Erklärung kam es, nachdem eine muslimische Familie in einer gynäkologischen Praxis in Girona ein Zertifikat dieser Art für ihre Töchter verlangt hatte.
Nach Ansicht der Ärztekommission sind Ärzte nicht verpflichtet solche Jungfräulichkeitstests an ihren Patientinnen durchzuführen, da es sich hierbei nach Ansicht von Dr. Monés nicht um eine ärztliche Handlung handelt und dieser nicht Teil der ärztlichen Pflichten ist, da er keinerlei Krankheit vorbeugt. Der Verband der katalanischen Ärzte überlässt es jedoch der Entscheidung jedes einzelnen Arztes, ob er einen solchen Test durchführen will, wenn sich die Patientin alleine und aus eigenem Willen an die Praxis wendet.
Im Gegensatz zum Ärzteverband von Barcelona, der einen Jungfräulichkeitstest als Verstoß gegen das Recht auf die Privatsphäre bezeichnet, beschloss der andalusische Ärzteverband seinen Mitgliedern nicht von der Ausstellung von Jungfräulichkeitstests abzuraten. Das andalusische Parlament lehnte einen Antrag des „Partido Popular“ ab, in dem das Verbot der Durchführung von Jungfräulichkeitstests an Patientinnen gefordert wurde.

Beschneidung
Der Imam einer Moschee in Lleida, rechtfertigt die Beschneidung aus kulturellen und religiösen Gründen. Auch Abdelwahab Houze, Imam der Mosche in Calle Pau Claris und Vorsitzender der maghrebinischen islamischen Gemeinde von Lleida bekräftigt, dass „kein Muslim die Praxis der Beschneidung ablehnen kann“ und das diese auf der Grundlage heiliger religiöser Schriften gerechtfertigt werden kann. Hoze erklärt jedoch auch, dass die „Sunna“ das Buch der Kommentare des Propheten, die Beschneidung von den klimatischen Verhältnissen abhängig macht, wobei die hohen Temperaturen, die als solche klimatische Voraussetzung gelten, in Lleida nicht vorkommen.

Der Sohn des Imam von Ceuta verlangt im Gefängnis die Erlaubnis für den Besuch seiner vier Frauen
Die Haftanstalt von Jean verweigerte einem muslimischen Gefangenen die Erlaubnis für den Besuch seiner vier Frauen, von denen er zwei nach islamischem Recht und eine standesamtliche heiratete und mit der vierten durch ein Zertifikat über das Zusammenleben besitzt. Ahmed Abeldelila Abedeslam, der Sohn des Imam einer der Moscheen von Ceuta, der wegen Anstiftung zum Mord zu einer Haftstrafe verurteilt worden war, durfte nur von seiner standesamtlich geehelichte Frau besucht werden. Er selbst betrachtet dies als einen Verstoß gegen seine religiösen Rechte und gegen seine Personenrechte als praktizierender Muslim.

Imam wegen Aufruf zum Holocaust angeklagt
Die katalanische Regierung erhob Anklage gegen den Anführer der muslimischen Gemeinde von Sabadell, nachdem dieser zum Holocaust aufgerufen hatte. In einem Interview hatte der aus Marokko stammende Imam Abdelilah el Arouna, Vorsitzender des Vereins Arrisala und Anführer der Moschee Can Puigjaner in Sabadell, ganz offensichtlich seinen Hass gegenüber Juden zum Ausdruck gebracht, in dem er zum Beispiel erklärte: „Eine Welt ohne Juden wäre ein Paradies“. Auf diese Aussagen beruft sich die Klage der katalanischen Regierung wegen Aufruf zum Rassismus. Der Imam ist verheiratet und hat zwei Kinder und ist im Allgemeinen für seine tolerante Einstellung bekannt. Seit Jahren engagiert sich Abdelilah el Aroua für die Integration der muslimischen Gemeinde in Katalonien. Aus diesem Grund war man über den Inhalt dieses Interviews sehr überrascht.

Imam fordern staatliche Gehälter wie diese katholische Priester erhalten
Die Imam von Barcelona (Katalonien) fordern vom spanischen Staat Gehälter in der Art, wie diese katholische Priester erhalten. Dies erklärt der 55jährige Imam Najem Alhassam, Leiter des Islamischen Zentrums und der muslimischen Al-Iman-Gemeinde. Die meisten muslimischen Religionsführer sind derselben Meinung.
Alhassam erklärt in diesem Zusammenhang, dass es in Katalonien rund 200.000 Muslime gibt, die einen Anspruch auf religiöse Feiern haben. Der Imam der Mosche in der Avenida de la Meridiana, der ältesten Moschee in Barcelona, erklärt hierzu: Die Instandhaltung der Moschee und Kurse für arabische Sprache und Kultur kosten viel Geld. Wir finanzieren uns aus Spenden der Gläubigen, brauchen jedoch trotzdem staatliche Unterstützung“. Dem fügt er hinzu: Die Muslime mit Wohnsitz in Spanien zahlen Steuern. Deshalb haben wir auch Anspruch auf Unterstützung“.

Die katholische Kirche stellt muslimischen Gläubigen Räume für das Gebet zur Verfügung
Den Gläubigen der Mosche in der Calle Arc del Teatre in Barcelona stellt die katholische Kirche Räumlichkeiten der dortigen Pfarrgemeinde für das Gebet zur Verfügung.

Der Fall Mansur Escudero
In Cordoba baten muslimische Gläubige vor kurzem um die Erlaubnis zum Gebet in den Räumlichkeiten der Kathedrale, die im Inneren einer berühmten Moschee aus dem 9. Jahrhundert errichtet wurde. Der Präsident der Päpstlichen Kommission für den Interreligiöse Dialog, Erzbischof Michael Fitzgerald, weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass „der Vatikan sich sehr darum bemüht, keine ähnlichen Rechte in Moscheen geltend zu machen, die früher Kirchen waren“.
Dei entsprechende Bitte war vom Vorsitzenden der FEERI, Mansur Escudero, ausgesprochen worden, der im Namen der CIE eine Petition formuliert und eingereicht hatte, in der die gemeinsame Nutzung der Moschee-Kathedrale gefordert wird, womit er auf die Ablehnung von Erzbischof Fitzgerald stieß.

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