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EINWANDERUNG UND KRIMINALITÄT
Eine erste Untersuchung zu den Beziehungen zwischen Einwanderung und Kriminalität (Immigraciòn y Delincuencia en Espana: Anàlisis Criminologico, Tirant lo Blanch, Valencia 2001) wurde von Elisa Garcia Espana, einer jungen Forscherin des „Istituto Interuniversitario de Criminologia“ in Malaga durchgeführt. Zu den wichtigsten Ergebnissen der Untersuchung gehört die Tatsache, dass der mögliche illegale Aufenthalt, ein ausschlaggebender Faktor für das Kriminalitätsrisiko bei Zuwanderern ist.
Eine Erklärung dafür ist die Theorie der so genannten „sozialen Stabilität“, die von einem amerikanischen Kriminologen (T.Hirschi) bereits Ende der 60er Jahre formuliert wurde, und die besagt, dass ein Individuum nicht kriminell wird, um den Verlust der erreichten sozialen Position nicht zu riskieren, so dass eine Person, die über soziale Bindungen verfügt, die ihr Selbstwert, Sicherheit und soziale Anerkennung garantieren, weniger zur Kriminalität neigt, als eine Person, die solche Bindungen nicht besitzt.
Doch die Gründe für kriminelles Verhalten sind nicht immer dieselben. Aufgrund der in dem Bericht angeführten Daten kann festgestellt werden, dass ein illegaler Einwanderer eher zur Kriminalität neigt, als ein Zuwanderer mit gültiger Aufenthaltsgenehmigung, weil er nicht befürchtet, die sozialen Errungenschaften zu verlieren, die den andren viel Mühe gekostet haben. Berücksichtigt man außerdem die Tatsache, dass die Familie zu den sozialen Bindungen gehört, die die Neigung zur Kriminalität am meisten beeinflussen, wird verständlich, dass unter den illegalen Einwanderern in Spanien, diejenigen eher zur Kriminalität neigen, die ihn Spanien keine familiären Bindungen haben, was eher unter den afrikanischen Einwanderern der Fall ist und bei Einwanderern aus Asien oder Lateinamerika eher weniger vorkommt.
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