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| Nachdem bei den Pariser Modeschauen an den
Beinen der Models zu Sandalen verarbeitete Rosenkränze
zu sehen waren, gingen beim Fidesdienst zahlreiche E-mails
ein, die Beschwerden über diesen Skandal enthielten,
der die religiösen Gefühle vieler Menschen beleidigt.
Es folgen Auszüge aus vier Schreiben, stellvertretend
für den jeweiligen Kontinent, deren Inhalt man ironisch
wie folgt zusammenfassen könnte "
die Armen
werden ihren Rosenkranz behalten und sich weiterhin in Lumpen
kleiden und den Reichen ihre Designermode überlassen".
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Afrika/Guinea Bissau - Rosenkränze an
den Füssen: ein falscher Skandal
Bissau (Fidesdienst) - Über den "Skandal" um die
Rosenkränze, die zu Sandalen verarbeitet an den Beinen der
Models bei den Pariser Modeschauen zu sehen waren, sprach der
Fidesdienst mit Schwester Rosaria, die seit 30 Jahren als Missionarin
in einem einsamen Dorf in Guinea Bissau, einem der ärmsten
Länder der Welt, tätig ist: "Die Modeschöpfer
wollen auf diese Weise provozieren, doch sie sind sich dabei nicht
bewusst, dass der wahre Skandal die Armut ist, von der heute immer
noch zahlreiche Menschen auf der ganzen Welt betroffen sind. Die
wertvollen Stoffe und Juwelen, mit denen sich die Damen der reichen
westlichen Gesellschaft schmücken, kommen gerade aus diesen
armen Ländern, wo sie zu einem minimalen Anteil ihres eigentlichen
Wertes gekauft werden. Wir Armen werden weiterhin unsere Lumpen
tragen und den Rosenkranz gegen die Arroganz der Armen beten".
(Fidesdienst 22/10/2002)
Asien/Indien - "Wir beten den Rosenkranz,
damit unsere behinderten Kinder wieder lächeln können"
New Delhi (Fidesdienst) - Schwester Leela, die in einem Dorf
im indischen Unionsstaat Karnataka mit behinderten Kindern arbeitet,
kommentiert die Nachricht von Models, die auf französischen
Modeschauen ihre Beine mit zu Sandalen verarbeiteten Rosenkränzen
verzierten, gegenüber dem Fidesdienst wie folgt: "Der
Papst hat ein Jahr des Rosenkranzes einberufen, damit wir unserer
himmlischen Mutter stets nahe sein können. Wir beten jeden
Tag den Rosenkranz und die Mutter Gottes gibt uns die Kraft, die
wir brauchen, damit unsere behinderten Kinder wieder lächeln
können. Ich wünschte mir, dass die jungen Models verstehen
könnten, wie wichtig dieser Rosenkranz für uns ist!
Es ist die Kette, die uns mit dem Himmel verbindet, er ist unsere
direkte Verbindung zur Gottesmutter und zu Jesus! Deshalb möchte
ich ihnen sagen: benutzt den Rosenkranz, den ihr an den Füssen
tragt, zum Gebet: es wird euer Leben und euere Seele bereichern!
Mit dem Beistand der Mutter Gottes werdet ihr im Leen alle Schwierigkeiten
überwinden können". (P.A.) (Fidesdienst 22/10/2002)
Lateinamerika/Brasilien - Den Armen in den
brasilianischen Favelas spendet der Rosenkranz Hoffnung
Sao Paolo (Fidesdienst) - "Die großen Kreativen
haben in Paris in einer Nacht die Mode der "Rosenkranz-Sandalen"
geschaffen
Was würden die Armen in den brasilianischen
Favelas zu so einer Mode sagen?", fragt sich Pfarrer Antonio
Carlos Keller, der seit 16 Jahren eine Pfarrgemeinde am Stadtrand
von Sao Paolo betreut. "Diese armen Menschen benutzen den
Rosenkranz nicht als Konsumobjekt, für sie ist er ein Zeichen
der Hoffnung und des Vertrauens auf die Jungfrau Maria. Und sie
fragen sich wahrscheinlich: Wissen sie überhaupt wen sie
damit beleidigen? Wahrscheinlich machen sich diejenigen, die mit
Rosenkranz-Sandalen ihre Beine Schmücken darüber nicht
viele Gedanken
Doch diese Mode wird vergehen und andere
Dinge werden unser Empfinden beleidigen. Dies ist die Welt, in
der wir leben, doch das Vertrauen auf die Gottesmutter wird nicht
vergehen. Man sollte deshalb allen in Frieden ihren Glauben leben
lassen. Deshalb werden die Armen ihren Rosenkranz behalten und
sich weiterhin in Lumpen kleiden und den Reichen ihre Designermode
überlassen. Doch wir beten für alle, damit die göttliche
Liebe sie erleuchten möge." (Fidesdienst 22/10/2002)
Ozeanien/Samoa - Der einzige auf Funafuti tätige
Pfarrer: "Wir lehren die Menschen, den Rosenkranz zu beten
und leben"
Tuvalu (Fidesdienst) - Der einzige auf Funafuti, einer aus neun
Koralleninseln bestehenden Inselgruppe im Pazifischen Ozean, tätige
katholische Priester erklärt gegenüber dem Fidesdienst:
"Die Bischöfe unserer Inseln haben uns beigebracht,
den Rosenkranz zu lieben, ihn zu beten und zu leben. Mutter Theresa
von Kalkutta hatte stets auf die schreckliche Armut der reichen
Länder hingewiesen und diese Armut wurde ein weiteres Mal
durch den zu Sandalen verarbeiteten Rosenkranz unter Beweis gestellt.
Wahrscheinlich wissen diejenigen, die diese Art von Sandalen an
den Beinen tragen, nicht was sie tun, oder sie wissen nicht, dass
der Rosenkranz das Gedenken an die Geburt, das Sterben und die
Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus bedeutet. Mit Sicherheit
haben sie noch nie von den Geheimnissen des Rosenkranzes'
gehört und zweifelsohne haben sie ihn noch nie gebetet und
wissen deshalb auch nicht, wie man ihn lebt." (Fidesdienst
22/10/2002)
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