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Die ersten Krippen, von denen wir heute wissen, gab es im 14. Jahrhundert,
doch dabei handelte es sich nur um Marmor-, Holz- oder Tonfiguren,
die einer Kappelle aufgestellt wurden und dort das ganze Jahr zu
besichtigen waren. Diese Charakteristik sollte die Krippe bis zum
16. Jahrhundert beibehalten.
An dieser Stelle soll insbesondere an eine Holzkrippe erinnert werden,
die 1330 in Neapel für die Klarissinnen des Klosters „Santa
Chiara“ hergestellt wurde; eine weitere Holzkrippe wurde in
Rivolta d’Adda (Cremona) aufbewahrt, sie stammt aus der Krippenbauerschule
der Alemanno entstand um das Jahr 1480; eine Terrakottakrippe wurde
von Guido Mazzoni für die der Franziskanerkirche in Busseto
(Parma) hergestellt.
Ambrogio della Robbia gilt als Erbauer der farbigen Tonkrippe der
Heiliggeistkirche in Siena; vom selben Künstler stammt die
Darstellung der Verehrung des Jesuskindes im Kloster von Verna (Arezzo).
In Apulien und in der süditalienischen Region Lucania entstanden
vor allem im 16. Jahrhundert zahlreiche Krippen, darunter die bekannten
Werke der Krippenbauer Stefano da Putignano, von dem zum Beispiel
die Steinkrippen in Cassanno und Polignano a Mare (Bari) stammen,
und Altobello Persio, der die Krippe für den Dom von Matera
anfertigte. |