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Während einige Wissenschaftler die Darstellung der Laren und
Penaten, die zur Zeit des römischen Imperiums als gute Hausgeister
figurativ verehrt wurden, und von den antiken Römern in einer
Ecke des Hauses auf einer Art Altar aufgestellt wurden als Vorläufer
der Krippenfiguren betrachten, befindet sich die erste wirkliche
Krippendarstellung in den Priscilla-Katakomben in Rom (2. Jahrhundert
nach Christus), wo Maria mit dem Jesuskind auf dem Schoß dargestellt
ist, wie sie ihr Kind den heiligen drei Königen vorstellt:
daneben steht ein Mann, vielleicht der heilige Joseph oder der Prophet
Jesaia und darüber ist ein Stern mit acht Spitzen dargestellt.
In den darauf folgenden Jahrhunderten bis ungefähr zum 5. Jahrhundert
gibt es viele Fresken in den Katakomben, die ähnliche Darstellungen
verkörpern. In den Katakomben des heiligen Sebastian (4. Jahrhundert
nach Christus) fehlen Maria und Joseph und es treten erstmals eine
Art Futterkrippe mit einem Ochsen und einem Esel auf.
In den darauf folgenden Jahrhunderten (vom 4. bis 6. Jahrhundert)
wurden auf den Reliefdarstellungen der Marmorsärge auch erstmals
Hirten dargestellt und damit wurde die Krippendarstellung ihrer
heutigen Form zunehmend ähnlich, denn es waren neben dem Jesuskind
auch die verschiedenen anderen Figuren hinzugekommen: Maria, Joseph,
Ochse, Esel, die heiligen drei Könige und die Hirten. Doch
es handelte sich zunächst jedoch ausschließlich um Reliefdartstellungen,
später auch um Glasmalerei, Miniaturen und Mosaiken handelte
und noch nicht um eine dreidimensionale Darstellung des Weihnachtsgeschehens.
In diesem Sinn sind sich die Wissenschaftler einig, dass es sich
bei der ältesten in Italien bekannten Krippe um die Marmorkrippe
von Arnolfo di Cambio handelt, die um das Jahr 1289 angefertigt
wurde und die obschon sie teilweise zerstört wurde und an anderen
Stellen etwas verändert, immer noch in der römischen Basilika
Maria Maggiore besichtigt werden kann. Vor dieser Krippendarstellung
feierten die Päpste bis zum Jahr 1870 die Weihnachtsmesse. |