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Deutschsprachige Länder
In den deutschsprachigen Ländern ist die Tradition der Weihnachtskrippe
weit verbreitet. Dies gilt natürlich vor allem für Regionen
in denen der katholische Glaube besonders tief verwurzelt ist, wie
zum Beispiel in Österreich oder Bayern und in Köln und Umbebung,
wo nach der Überlieferung im Kölner Dom die Reliquien der
drei Heiligen Könige aufbewahrt werden, die von der Kaiserin
Helena aus Konstantinopel hierher gebracht wurden. In den deutschsprachigen
Ländern ist es auch üblich, dass Kindergruppen um das Fest
der Heiligen Drei Könige am 6. Januar als Sternsinger im Gewand
der Heiligen Drei Könige unterwegs sind und mit dem Kreidezeichen
„C+M+B“ den Segen „Christus mansionem benedicat
– Christus segne dieses Haus“ zu den Menschen bringen.
In vielen Regionen wird auch die „Herbergssuche“ nachempfunden,
indem man mit kleinen Weihnachtskrippen von Haus zu Haus geht und
für diese Krippe eine Herberge sucht.
In Tirol kann man im Krippendorf Thaur im Rahmen einer Fremdenführung
Familienkrippen in den mit einem Schild mit der Aufschrift „Weihnachtskrippe“
gekennzeichnete Privatwohnungen besichtigen.
Im oberösterreichischen Steyr befindet sich eine sehr seltene
Weihnachtskrippe mit den einzigen in Europa existierenden beweglichen
Krippenfiguren. Hier werden im Postamt des Christkindes auch Wunschzettel
von Kindern aus aller Welt beantwortet, wobei der Antwortbrief mit
einem nur an Weihnachten gebrauchten Poststempel frankiert wird.
In vielen bayrischen Kirchen bleiben die Weihnachtskrippen das ganze
Jahr über aufgestellt, wobei jeweils im Rahmen von Diavorführungen
Szenen aus dem Leben Jesu und aus dem Alten Testament zur jeweiligen
Zeit des Kirchenjahres dargestellt werden. In zahlreichen Städten,
wie zum Beispiel München, Nürnberg oder Augsburg finden
in der Vorweihnachtzeit „Christkindlmärkte“ statt,
wo neben Kerzen und Weihnachtsgebäck auch Christbaumschmuck und
Krippenfiguren zum Verkauf angeboten werden. Überall hört
man an Weihnachten das berühmteste aller Weihnachtslieder erschallen:
das von Franz Gruber in der am Weihnachtsfest des Jahres 1818 in Oberndorf
bei Salzburg komponierte „Stille Nacht“. |