portale kongregation p.m. urbano athenäen urbaniana fides heilige sthul
testata banner mongolia
 
 HOME ITALIANO ESPAÑOL ENGLISH FRANÇAIS PORTUGUÉS DEUTSCH CHINESE
Evangelium
Heilige
Päpstliches Lehramt
Kongregation
Päpstliche Missionswerke
Urbaniana-Universität
Arbeitshilfen
Animation
Statistiken
Zeugen
Martyrologium
Heiliges Jahr 2000
Kirchenleben
Missionare
Religiöse Institute
Bewegungen & Verbände
Katholische Universitäten
Kultur
Geschichte
Kunst
Kino/Fotos
Radio & T V
Musik
Poesie
Heiligkeit
Technologie
Geographie
360° Nachrichten
Dossiers
Hintergrund
Interviews
Erzählungen
Rezensionen
Für unsere Kleinsten

Nachrichten
Fides News 2004
Die Geschichte der Krippen
Der Ursprung
Der hl. Franz von Assisi
Das 14. Jahrhundert
Das Konzil von Trient
Vom Barock bis heute
National Nativity Scene traditions
Italy
England
Portugal
Spain
Provence
Germany
Eastern Europe
Around the world
In aller Welt
Frankreich: Die provenzalische Krippe
Viele Kunsthistoriker, die den heiligen Franz von Assisi als Erfinder der Weihnachtskrippe betrachten, die These vertreten, dass dieser damit von seiner aus dem französischen Ort Beaucaire stammenden Mutter Pica eine Tradition übernahm, die bereits im damaligen 13. Jahrhundert in der französischen Provence existierte, so ist auch nicht zu leugnen, dass die provenzalischen Krippen des 18. und 19. Jahrhunderts der italienischen Krippentradition viel verdanken. Auch die französische Bezeichnung für Krippenfiguren der Weihnachtskrippen des 19. Jahrhunderts, die „santons“ genannt werden, auf den Ruf „Santini, Santini, belli“ zurückzuführen ist, mit dem aus dem italienischen Ort Lucca stammende Verkäufer im südfranzösischen Marseille ihre Figuren verkauften, die anfangs Heilige darstellten.
Provenzalische Krippen können heute in den Kirchen von Marseille, Aix en Provence und Avignon besichtigt werden. Sie entstanden im 18. Jahrhundert und sind vom italienischen Barock beeinflusst. Es wurden vorwiegend Holzfiguren mit Köpfen und Händen aus Ton oder Wachs benutzt, die ebenfalls nach italienischem Vorbild hergestellt wurden; später verbreitete sich der Brauch, Weihnachtskrippen in einem Holz- oder Papierkästchen aufzubewahren, was in etwa der sizilianischen „scaffarata“ entspricht.
Zur selben Zeit verbreiteten sich auch die sogenannten „crèches parlants et mécanisées“, die an die mittelalterlichen Krippenspiele erinnerten und eine Art Marionettentheater waren, die während der Weihnachtszeit aufgestellt wurden und die verschiedenen Ereignisse des Weihnachtsgeschehens nachspielten, wobei sich das Christkind am Schluss aus der Krippe erhob und den Zuschauern den Segen erteilte.
Sowohl die Weihnachtskrippen in Kirchen und Adelshäusern als auch die „crèches parlants“ verschwanden während der Zeit der Französischen Revolution; erst nach dem Konkordat zwischen Papst Pius VII. und Napoleon Bonaparte, gab es eine neue Blütezeit der Krippentradition.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts begann der Krippenfigurenhersteller Jean Louis Lagnel nach dem Vorbild der „santon“, Figuren herzustellen, die für alle erschwinglich waren: dieser wurden erstmals 1803 auf dem Weihnachtsmarkt in Marseille verkauft. Seither war die Weihnachtskrippe auch unter dem einfachen Volk üblich.
Lange Zeit weigerten sich die Krippenfigurenhersteller jedoch das Christkind als „santon“ herzustellen: um den Unterschied zwischen dem Menschen und dem Göttlichen hervorzuheben, wurde das Christkind noch lange als Wachsfigur geformt.
 
 
Palazzo "de Propaganda Fide" - 00120 - Città del Vaticano Tel. +39-06-69880115 - Fax. +39-06-69880107 - e-mail: fides@fides.va © AGENZIA FIDES