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Portugal
Die portugiesische Krippentradition reicht weit in die Vergangenheit
zurück: Darstellungen des Weihnachtsgeschehens treten bereits
auf Sarkophagen des 15. Jahrhunderts und in den heiligen Schriften
aus dieser Zeit auf. Doch ihre Blütezeit kannte die portugiesische
Krippenkunst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts mit der
Krippenbauerschule des italienischen Künstlers Alessandro Giusti.
In seiner Schule des „Barro“ (Töpferei) in Mafra
lehrte er seinen Schülern seine ganz besondere Kunst. Unter den
portugiesischen Krippen sind vor allem die Weihnachtskrippe im Dom
von Lissabon und die Krippen im Kunsthistorischen Museum der portugiesischen
Hauptstadt bekannt. Eine „monumentale“ Weihnachtskrippe
wird mit über fünfhundert Figuren in der Basilika „Della
Estrela“ aufgebaut. Es handelt sich dabei um ein Meisterwerk
des Krippenkünstlers Machado de Castro.
Weit verbreitet sind in Portugal auch „Krippenspiele“
und Weihnachtsbräuche, die in den Familien weitergegeben werden,
wo vor dem Essen an Heiligabend, der „Consoada“, die Krippe
aufgestellt wird, während man ein Feuer entzündet, das bis
zum Fest der Heiligen Drei Könige brennen soll um Böses
von der Familie fernzuhalten. Die Asche dieses vom Christkind gesegneten
Weihnachtsfeuers soll auch das ganze Jahr über vor Gefahr schützen. |