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6 JANUAR – TAG DER KINDERMISSIONSWERKE
BILLIGE ARBEITSKRÄFTE
Iqbal Mashi heisst ein pakistanischer Junge, der Teppiche webte und zum Symobol aller Kinder wurde, die gezwungen sind, in der Schattenwirtschaft zu arbeiten. ER wurde am 16. April 1995 ermordet, der Tag, der seither als Tag gegen die Ausbeutung von Minderjährigen begangen wird.
Nachdem Iqbal viele Jahre für einen Teppichhersteller gearbeitet hatte war er schliesslich von einem Kinderschutzverband aus dessen Händen befreit worden. Seine Erzählungen aus dieser Zeit waren eine einzige Anklage gegen die Kinderarbeit und diejenigen, die sich wie sein Arbeitgeber daran bereichern. Er wurde auf der Strasse von Unbekannten ermordet. och sein Lächeln erinnert uns noch heute an die vielen Kinder, die wie er von einem grausamen Schicksal verfolgt werden.
Jüngste Schätzungen sprechen von 211 Millionen Jungen und Mädchen, die gezwungen sind, zu arbeiten. Sie sind noch keine 14 Jahre alt und sollten eigentlich die Schule besuche. Doch sie verrichten harte Arbeit auf den Feldern (70%), suchen in Abfällen, betteln auf den Straßen, bekommen taube Finger am Webstuhl oder schmutzige Gesichter in Fabriken.
Überall, wo man wenig Geld für viel Arbeit verdienen kann, findet man diese Kinder, die mit ihrem Gehalt sich selbst oder der ganzen Familie das Überleben sichern. Dabei sind Armut, Unwissen und Diskriminierung stärker als die Rechte dieser Jungen und Mädchen, die Opfer der illegalen Ausbeutung werden.
Im Tausch dafür, bereichern sich die Arbeitgeber an ihren kleinen Arbeitskräften. Vor allem in jenen Gebieten die das BIT (Bureau International du Travail) als Sektoren der Ausbeutung in Asein und Afrika bezeichnet, wo besonders Kinder häufig als billige Arbeitskräfte ausgebeutet werden.
Diese Realität ist wohl bekannt, obschon sie nicht öffentlich ist, und auch in der Konvention über das Verbot der schlimmsten Formen der Kinderarbeit, die vom BIT 1999 in Genf vorgelegt wurde, wird darauf hingewiesen.
Auch die Konvention über die Rechte der Kinder, die von der Vollversammlung der Vereinten Nationen am 20. November 1989 verabschiedet wurde, verurteilt diese Ausbeutung minderjähriger Arbeitskräfte durch skrupellose Erwachsene als eine soziale Plage, die nur schwer bekämpft werden kann und die es nicht nur in den Entwicklungsländern gibt.
Viele Minderjährige werden auch in Ländern mit einem mittleren Durchschnittseinkommen beschäftigt (5 Millionen in Osteuropa und die Zahl steigt in der schwierigen Übergangsphase zu einem Wirtschaftssystem nach westlichem Vorbild stetig).
Sektoren, die minderjährige Kinder beschäftigen gibt es auch in Portugal, Griechenland und Italien, wo aus dem jüngste Bericht des Staatlichen Statistikamtes hervorgeht, das 145.000 Minderjährige arbeiten, wobei die Gewerkschaften des Landes die Zahl der beschäftigen Kinder dreimal höher schätzen.
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