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HINTERGRUND |
| 6 JANUAR – TAG DER KINDERMISSIONSWERKE |
| VERKAUFT WIE WAREN |
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Jedes Jahr werden auf der ganzen Welt über eine
Million Kinder Opfer des Menschenhandels. Ein Bericht des Kinderhilfswerks
UNICEF mit dem Titel „Stop the Traffic“ befasst sich auch
mit den kriminellen Aspekten der Ausbeutung von Kindern, die aus ihren
Heimatländern in Zentral- und Westafrika und Südostasien
in die Industrieländer der westlichen Welt gebracht werden.
Sie sind die Sklaven der heutigen Zeit und werden Opfer der sexuellen
Ausbeutung oder als billige Arbeitshilfen in Haushalten verkauft.
Die, die am meisten Glück haben, werden an Adoptiveltern verkauft,
doch viele Kinder verschwinden auf geheimnisvolle Art und Weise und
werden oft ermordet, damit man ihre Organe an illegale Spenderorganisationen
verkaufen kann.
Die „Preisliste“ richtet sich nach der Nachfrage: 50.000
Euro für ein gesundes männliches Neugeborenes, 30.000 Euro
für eine Leber erfährt man aus der brasilianischen Tagestzeitung
„Manchete“.
Mit dem illegalen Handel mit Kindern werden jährlich 1,2 Milliarden
Dollar umgesetzt und nur wenige der kleinen Opfer können denunzieren,
was mit ihnen gemacht wird: sie sind zu klein, sie sind zu wehrlos
oder sie sind vom Tod zum Schweigen gezwungen.
Die „sexuelle Ausbeutung“ gehört zu den grausamsten
Aspekten dieses Kapitels.
Zahlreiche umfangreiche Sensibilisierungskampagnen werden weltweit
vom ECPAT durchgeführt, wobei die internationalen Wege des Sextourismus
aufgezeigt werden und man von Millionen von Kindern auf der ganzen
Welt berichtet, die ausgebeutet, verkauft und gekauft werden, wie
Waren die von einem Teil des Landes in den Anderen transportiert (wie
dies zum Beispiel in Fremdenverkehrsorten in Thailand oder Brasilien
geschieht) oder aus dem eigenen Land verschafft (wie zum Beispiel
kleine Mädchen aus Kambodscha oder Nepal) oder auf dem Markt
der Pornographie gehandelt werden.
Die Geschäfte mit der sexuellen Ausbeutung haben viele Gesichter.
In Thailand hat eine wissenschaftliche Studie zur illegalen Wirtschaft
aufgedeckt, dass in den Jahren von 1993 bis 1995 die Prostitution
10 bis 14% des Bruttoinlandsprodukts ausmachten und es wird geschätzt,
dass es sich bei rund ein Drittel der theiländischen Frauen,
mit denen diese Geschäfte gemacht werden, um Minderjährige
handelt.
Die kleinen Sklaven dieses Marktes werden Opfer von Misshandlungen
jeder Art und ihrer Zukunftsperspektiven sind entweder der Tod oder
eine Infizierung mit Aids oder anderen Geschlechtskrankheiten.
Doch auch wenn es ihnen gelänge, diesem Geschäft zu entkommen,
würden sie von ihren Familien nicht mehr zuhause aufgenommen
werden. |
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