ASIEN/INDONESIEN - Demokraten gewinnen die Wahl: Christen sind zuversichtlich

Donnerstag, 10 April 2014

Jakarta (Fides) – “Der Ausgang der Wahl lässt uns auf eine bessere Zukunft hoffen. Dies betrifft zahlreiche Aspekte unseres Landes: Demokratie, Menschenrechte, religiöse Toleranz und soziale und wirtschaftliche Entwicklung. Die katholische Kirche und die anderen christlichen Konfessionen und Glaubensgemeinschaften sind nach dem Wahlsieg der demokratischen Parteien zuversichtlich, da diese sich nicht auf islamische Ideologien berufen”, so der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Indonesien und Karmelitanerpater Emanuel Romanus Harjito in einem Kommentar zur gestrigen Parlamentswahl. Wie aus ersten Hochrechnungen hervorgeht erhielt die demokratische Partei PDI-P (Indonesian Democratic Party of Struggle) mit rund 19% die meisten Stimmen, gefolgt von Golkar (14,3%) und Gerindra (Great Indonesia Movement Party) (11,7%), wobei die Demokratische Partei des amtierenden Präsidenten Susilo Bambang Yudhoyono nur 9,6% der Stimmen erhielt.
“Vor allem möchte ich die Zufriedenheit darüber zum Ausdruck bringen, dass die Wahl friedlich verlief”, so P. Harjito, “dies ist ein positives Zeichen für das Funktionieren unserer Demokratie”. Außerdem freuen wir uns über den Sieg der PDI-P, da dieser Partei gemäßigte Politiker angehören, von denen wir wissen, dass sie sich für das Wohl des Landes einsetzen, einschließlich der religiösen Minderheiten. Sie werden ein Klima der Toleranz und des harmonischen Zusammenlebens fördern”.
“Unsere Hoffnungen werden durch das Wahlergebnis bestärkt”, so der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke weiter, “Die Partei Megawatis, des ehemaligen indonesischen Präsidenten, gründet auf den fünf Prinzipien der ‘Pancasila’, die Grundlage des zivilen Zusammenlebens unseres Landes sind. Die PDI-P setzt sich als Partei für die Förderung des Dialogs ein und bemühte sich auch in der Vergangenheit um positive und konstruktive Beziehungen”.
“Islamistische Parteien wie die PKS (Prosperous Justice Party), die PPP (United Development Party), oder die PBB (United Traditional Bumiputera Party)”, so P. Harjito, “haben nur wenige Stimmen erhalten: dies bestätigt, dass die indonesischen Bürger religiösen Extremismus ablehnen, vor allem wenn es um Politik geht. Das ist sehr positiv für uns alle”. (PA) (Fides 10/4/2014)


Teilen: