ASIEN/SÜDKOREA - Der künftige Kardinal Yeom Soo-jung besucht Obdachlose

Freitag, 24 Januar 2014

Seoul (Fides) – Erzbischof Yeom Soo-jung von Seoul, dem Papst Franziskus beim Konsistorium am kommenden 22. Februar die Kardinalswürde verleihen wird, besuchte erstmals die Obdachlosen- und Pflegeeinrichtung “Eun- pyong” der Caritaszentrale in Seoul. Wie Beobachter aus Kreisen der Ortskirche dem Fidesdienst berichten, löste er mit dem Besuch am 19. Juni ein “Versprechen” ein: der Erzbischof wollte eigentlich mit den Obdachlosen den Weihnachtsgottesdienst feiern, konnte dies aber wegen des überraschenden Todes eines Priesters aus seinem Bistum nicht tun. Das “Eun-Pyong”-Zentrum betreut 900 Personen, darunter auch psychisch Kranke, Diabetes- und Epilepsiepatienten oder Menschen, die an Parkinson leiden.
An dem Gottesdienst mit dem Kardinal nahmen auch rund 50 Menschen im Rollstuhl teil. In seiner Predigt befasste sich Erzbischof Yeom insbesondere mit der “Frohbotschaft”: “Wahrscheinlich habt ihr euch schon oft gefragt, wieso lässt Gott mich so leiden? Doch Gott hat euch von Anfang an geliebt. Ich möchte, dass ihr euch immer daran erinnert, dass ihr geliebt werdet. Das Reich Gottes kommt nicht irgendwann oder irgendwo, sondern es ist dort wo Menschen sich gegenseitig lieben und zusammenleben”. Dementsprechend lautete auch sein Eintrag in das Gästebuch: “Dieses Haus möge das Reich Gottes sein”. Abschließend bat er alle um das Gebet für den neuen Dienst als Kardinal, zu dem er vom Papst berufen wurde.
Erzbischof Yeom ist für sein besonderes Augenmerk für Initativen der Solidarität bekannt. 1986 ließ er in der Nähe des Bahnhofs vonYeongdeungpo eine Tafel für Menschen in Not einrichten. (PA) (Fides 24/1/2014)


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