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Asia

2003-11-13

ASIEN/PHILIPPINEN - STAATSPRÄSIDENTIN ARROYO BITTET DIE KIRCHE UND DEN VORSITZENDEN DER BISCHOFSKONFERENZ, ERZBISCHOF CAPALLA, UM UNTERSTÜTZUNG FÜR DEN PLAN DER NATIONALEN EINHEIT

Zamboanga (Fidesdienst) – Den Plan der Nationalen Einheit und Vesöhnung der philippinischen Staatspräsidentin Gloria Arroyo bezeichnete Pater Sebastiano D’Ambra, der als Missionar des Päpstlichen Institutes für die Aussenmissionen (PIME) in Zamboanga City im Süden der Insel Mindanao lebt, im Gespräch mit dem Fidesdienst als „gute Gelegenheit für die Wiederaufnahme des Dialogs und des Friedensprozesses im Land“. Befürchtete aber gleichzeitig, dass es sich um „einen politischen Schachzug im Vorfeld der Wahlen im Jahr 2004“ handeln könnte. Pater D’Ambra ist Gründer des Hamrony Village, in dem Christen und Muslime friedlich zusammenleben.
Bei den Verhandlungen mit den verschiedenen Guerillagruppen soll auf Wunsch von Frau Arroyo der zukünftige Vorsitzende der Philippinischen Bischofskonferenz, Erzbischof Fernando Capalla von Davao, die Mittlerrolle übernehmen. Erzbischof Capalla wird sein Amt als Vorsitzender der Bischofskonferenz am 1. Dezember antreten. „Auf Erzbischof Capalla“ so Pater D’Ambra gegenüber dem Fidesdienst, „wartet eine schwierige Aufgabe: seine Anwesenheit ist jedoch von besonderer Bedeutung, denn er wird sowohl von der New Paople’s Army als auch von der Moro Isalmic Liberation Front geschätzt und geachtet. Trotz der bestehenden Hindernisse und der Kritik, auf die er stoßen könnte, möchte ich ihn zum Risiko ermutigen, denn wenn man Frieden schaffen will, muss man risikobereit sein“.
Der von der philippinischen Staatschefin vorgestellte Plan der „nationalen Aussöhnung“ soll zu Vereinbarungen auf politischer Ebene und mit den im Land agierenden Extremistengruppen führen. Der Plan sieht zu diesem Zweck die Schaffung einer „Kommission der Wahrheit“ vor, die verschiedene Fälle von Gesetzesverstößen, Korruption und Gewalt aufdecken soll, die die jüngste Geschichte der Philippinen gekennzeichnet haben. Die Wahl des Vermittlers fiel auf Erzbischof Capalla, weil er „als Persönlichkeit die Achtung und das Vertrauen aller beteilgten Parteien auf sich vereinigt.“ (PA) (Fidesdienst, 13/11/2003 – 29 Zeilen, 300 Worte)

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