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Europa

2003-05-02

EUROPA/ALBANIEN - CARITAS ALBANIEN: VERGEBUNG UND LIEBE GEGEN FEINDSELIGKEITEN UND HASS, DIE NOCH IMMER TIEF IN DER KULTUR VERWURZELT SIND

Tirana (Fidesdienst) – Feiern, Meditation, Dialog: in einem Klima der Herzlichkeit finden derzeit im „Dorf des Friedens“ in Skutre die Feiern zum 10jährigen Gründungsjubiläum der Caritas Albanien statt. Am 2. und 3. Mai fanden aus diesem Analass in Skutre und Tirana zahlreiche Konferenzen, Feierlichkeiten und Festakte statt, an denen auch Vertreter des Heiligen Stuhls, Delegierte europäischer Caritasverbände und anderer katholischer Nichtregierungsorganisationen, Vertreter der albanischen Behörden sowie Freunde und Mitarbeiter der Caritas teilnahmen.
Der Präsident von Caritas Albanien, Bischof Gjergji Dode, erklärte gegenüber dem Fidesdienst: „Dies ist für uns ein besonderer Augenblick. Wir möchten auf die Vergangenheit zurückblicken, damit wir aus unseren Fehlern lernen und es in Zukunft besser machen können. Dabei sind wir sehr zuversichtlich: in den vergangenen zehn Jahren haben wir die Früchte unserer Arbeit gesehen, die wir vor allem mit Hilfe unserer Freunde der Caritasverbände anderer europäischer Länder und insbesondere der Caritas Italiana leisten konnten“. Der Bischof weist in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass „heute zu den Prioritäten die Betreuung der Ärmsten unter den Armen gehört“, außerdem will man „durch gezieltes Engagement vor allem jungen Menschen zu einer angemessenen Berufsausbildung verhelfen und Kindern eine Erziehung auf der Grundlage der christlichen Werte der Vergebung und der Solidarität vermitteln“.
Auch Fabrizio Righi, der seit sechs Jahren für die Caritas Italiana in Albanien tätig ist, bestätigt im Gespräch mit dem Fidesdienst: „Die Bilanz der seelsorglichen Tätigkeit der Caritas in Albanien in den vergangenen zehn Jahren fällt zweifelsohne positiv aus. Caritas Albanien hat große Fortschritte gemacht, wir haben auch in Notlagen geholfen, zuletzt im Kosovokrieg, doch heute beginnt eine neue Ära, in der wir vor allem zur Stabilisierung der Infrastrukturen beitragen wollen.“
Der italienische Caritas-Mitarbeiter berichtet auch vom Engagement der Caritas für die Versöhnung zwischen Familien, die aufgrund des traditionellen Verhaltenskodex Kanun einander feindselig gesinnt sind. „Wir besuchen Familien, die aus Angst vor Racheakten ihre Wohnungen nicht verlassen und versuchen die verschiedenen Familien einander näher zu bringen. Dabei weisen wir sie auf die heute gültigen Gesetze hin und versuchen auf der Grundlage christlicher Werte erzieherisch tätig zu sein.“, erklärt er.
Caritas Albanien ist heute auch bereits selbst „missionarisch“ tätig und unterstützt die Caritas im Kosovo bei der Flüchtlingsarbeit.(PA) (Fidesdienst 2/5/2003 – 32 Zeilen, 374 Worte)

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