AMERIKA/ECUADOR - Auf dem Weg zum Dritten Amerikanischen Missionskongress (CAM 3): In Quito fand das erste Symposium für Missiologie zur Mission in der heutigen Welt statt

Freitag, 1 September 2006

Quito (Fidesdienst) - Zur Vorbereitung auf den Dritten Amerikanischen Missionskongress (CAM 3), der im August 2008 stattfinden wird, nahmen in Quito (Ecuador) insgesamt 90 Delegierte aus 14 lateinamerikanischen Ländern an einem Internationalen Symposium für Missiologie teil. Ziel des Symposiums, das vom 1. bis 5. August stattfand (vgl. Fidesdienst vom 11/07/2006), war die Auseinandersetzung mit der missionarischen Vision angesichts der Anforderungen der heutigen Zeit, zur Vorbereitung auf die Inhalte der Arbeitspapiere zum CAM 3 und die missionarischen Beiträge zur V. Generalkonferenz der Lateinamerikanischen Bischöfe.
Wie der Sekretär des CAM 3, Osvaldo Fierro Teran, dem Fidesdienst mitteilt, standen bei dem Symposium vor allem drei Themen im Mittelpunkt: das Pfingstfest, die Jüngerschaft und die Evangelisierung. Zu den einzelnen Themen standen jeweils zwei Vorträge und anschließende Gruppenarbeiten auf dem Programm. Das Symposium wurde mit einem Gottesdienst eröffnet, dem der Vorsitzende der Bischofskonferenz von Ecuador, Bischof Nestor Herrera von Malachia, vorstand, der das Symposium in seiner Predigt als Gelegenheit zum Nachdenken über die Kirche und ihre missionarische Jüngerschaft bezeichnete. Bischof Herrera erinnerte dabei auch an die große Bedeutung, die Ecuador der Vorbereitung und der Feier des CAM 3 beimisst.
Zum Thema Pfingstfest und insbesondere über „Die vom Heiligen Geist geleiteten Gemeinschaft“ sprach der Sekretär der Ecuadorianischen Bischofskonferenz, P. Lauren Fernandez, SVD, der erklärte, dass es Zeil des gesamten Wirkens des Heiligen Geistes sei, die von Jesus Christus gegründete Kirche zu beleben. Dabei betonte er, dass jedes Zeichen des kirchlichen Lebens dem Wirken des Heiligen Geistes zu verdanken sei. P. John Gorski, Missionswissenschaftler und Missionar in Bolivien analysierte in seinem Beitrag die Ausdrucksformen des Geistes in der heutigen Zeit. Dabei stellte er einen Bezug zwischen Evangelium, Kultur und Inkulturation her und befasste sich im Einzelnen mit der Offenbarungstheologie. P. Hugo Martinez, kolumbianischer Priester und Bibelwissenschaftler erläuterte eine biblische Vision des Themas Jüngerschaft ausgehend von Adam und Eva bis zu den Jüngern Jesu, wobei er auch immer wieder einen Bezug zur Mission herstellte. Auch Bischof Vittorino Giraldi von Tilaran (Costa Rica) sprach über das Thema Jüngerschaft mit Bezug auf die heutige Welt, die von einem tiefen kulturellen und religiösen Wandel, von der fortschreitenden Säkularisierung und von der Entfernung von den eigenen kulturellen Wurzeln gekennzeichnet ist. Dabei wies der Redner vor allem auf folgende Herausforderungen hin: das Gebet, die Evangelisierung, die Verkündigung der Nächstenliebe und der Hoffnung … insbesondere vor dem Hintergrund der Realität der Familien.
Der letzte Arbeitstag war dem Thema „Missionarische Gemeinschaft für die Evangelisierung“ gewidmet. Auf die Frage „Wie können wir heute evangelisieren?“ antwortete P. José Ademar Kaefer, SVD, Bibelwissenschaftler aus Brasilien, indem er darauf hinwies, wie das Empfangen des Heiligen Geistes nicht nur große Freude bedeute, sondern auch die Pflicht zur Mission, die oft mit Schmerzen verbunden sei. Wenn man den Heiligen Geiste empfangen habe, dann könne man nicht anders als hinausgehen und ihn verkünden. Außerdem erinnerte der Steyler Missionar daran, dass die Laien in der Kirche in Lateinamerika eine große Rolle spielen, was man nicht vergessen dürfe. Professor Oscar Arango, Laie und Dozent an der Theologischen Fakultät der Universität „Javeriana“ in Kolumbien befasste sich in seinem Vortrag mit den Schwierigkeiten, mit denen man in der heutigen Welt konfrontiert wird, wenn man „Frohbotschaft“ sein will.
Bei den Gruppenarbeiten wurden die verschiedenen Aspekte der von den Rednern behandelten Themen vertief und die Vorschläge für den Slogan zum CAM 3 diskutiert. Abschließend erklärte der Sekretär der Ecuadorianischen Bischofskonferenz, Bischof Armijos von Tulcan, dass die Symposiumstage zur Förderung des Bewusstseins von der Tätigkeit der Kirche beigetragen haben, die mit der Kraft des Heiligen Geistes stattfindet. Dieser Geist rege auch heute dazu an, sich gemäß der Worte von Papst Johannes Paul II. zu engagieren, der sagte: „Wie sind eingeladen, mit neuem Eifer zu arbeiten“. Der Leiter der Missionsabteilung der Argentinischen Bischofskonferenz, Bischof Jose Vicente Conejero Gallegos von Formosa (Argentinien) stand dem Schlussgottesdienst für die Symposiumsteilnehmer vor. (SL) (Fidesdienst, 01/09/2006 - 53 Zeilen, 651 Worte)


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