ASIEN/PAKISTAN - Flutkatastrophe: Bischöfe bitten um Hilfe

Montag, 29 August 2022 humanitäre hilfe   naturkatastrophen   caritas  

Diocese of Hyderabad

Karatschi (Fides) - "Angesichts des Ausmaßes der Flutkatastrophe ist es dringend notwendig, brauchen die von den Überschwemmungen betroffenen Menschen dringend unsere Hilfe. Um den Opfern der Überschwemmungen und den Bedürftigen helfen zu können, bitten wir im Namen der katholischen Kirche in Pakistan Menschen alle guten Willens, Spendenaufrufe zu starten. Für die betroffenen Familien wird dringend humanitäre Hilfe benötigt, insbesondere Zelte, Bausätze für Unterkünfte, Lebensmittel, Hygiene- und Sanitärartikel, nicht verderbliche Lebensmittel und Kleidung", so der der beherzte Appell von, Erzbischof Benny Travas Erzbischof von Karatschi, nachdem das Land nach den heftigen Monsunregenfällen, die in den Provinzen Sindh, Belutschistan und im südlichen Punjab katastrophale Überschwemmungen verursacht haben, den Notstand ausgerufen hat. Pakistan verzeichnete insgesamt 375,4 mm Regen, fast das Dreifache des nationalen Durchschnitts der letzten 30 Jahre.
Erzbischof Travas, der auch die Caritas Pakistan leitet, sagt außerdem: "Die Caritas Pakistan erhält viele Anfragen von Pfarreien, Gemeinden, Katastrophenschutzausschüssen und Bezirksregierungen. Die Mitarbeiter der Caritasstelle in der Diözese Karatschi haben bereits mit der Prüfung der Anfragen und den Hilfeleistungen begonnen; ich rufe dringend zur Unterstützung auf und lade Menschen guten Willens ein, Geldspenden oder materielle Hilfe zu spenden".
Auch in der südlichen Provinz Sindh, in der katholischen Diözese Hyderabad, sind 90 % des Gebiets von den Fluten überschwemmt. Bischof Samson Shukardin von Hyderabad, lädt Politiker, Kirchenvertreter, Laien, Nichtregierungsorganisationen, Freunde und Wohltäter ein, sich zu melden, um den Tausenden von Betroffenen in seiner Diözese zu helfen. Der Bischof, der einige der betroffenen Gebiete in seiner Diözese persönlich besucht hat, sagte im Gespräch mit Fides: "Ich erhalte viele Anrufe mit Bitten um Hilfe von Priestern und aus den verschiedenen Pfarreien der Diözese. Ich habe gesehen, wie Kirchen, Gemeindehäuser und Schulgebäude überflutet und beschädigt wurden. Die Menschen haben kein Dach über dem Kopf und leiden Hunger, und viele Familien trauern um ihre Angehörigen".
Bischof Shukardin drückte sein Bedauern im Hinblick die katastrophalen Überschwemmungen aus und fügt hinzu: "Dies ist in der Tat eine traurige Zeit für das pakistanische Volk, denn das Land befindet sich seit Juli 2022 aufgrund starker Regenfälle und Überschwemmungen in einer sehr schwierigen Situation. Wir bitten um Hilfe in Form von nicht verderblichen Lebensmitteln und Trinkwasser. Auch Kleidung, Bettwäsche, Moskitonetze, Zelte, Toilettenartikel und Hygienesets wären eine große Hilfe für die vertriebenen und mittellosen Menschen".
"Viele Häuser sind überschwemmt“, berichtet der Bischof, „Die armen Bauern haben ihre Ernte verloren, und dieser Verlust führt dazu, dass sie sich bei ihren Grundbesitzern verschulden, was das Phänomen der Schuldabhängigkeit noch verstärkt".
Die pakistanische Regierung verhängte unterdessen den Ausnahmezustand über das Land, nachdem die Zahl der Todesopfer auf über 1.000 gestiegen war und etwa 1.400 Menschen verletzt worden waren. Nach Berichten der zuständigen Behörde für Krisenmanagement (National Desaster Management Authority, NDMA) vom 26. August waren rund 33 Millionen Menschen in Pakistan betroffen, über 218.000 Häuser wurden zerstört und 452.000 beschädigt. Die NDMA berichtete, dass 116 von 160 Bezirken betroffen sind und in 66 Bezirken offiziell der Katastrophenzustand ausgerufen wurde.
Die Lebensgrundlagen vieler Menschen sind stark beeinträchtigt, da 793.000 Tiere verendet sind. Etwa 2 Millionen Hektar an Felder und Obstplantagen wurden zerstört. Über 3.000 km Straßen und 145 beschädigte Brücken haben die Menschen daran gehindert, sichere Gebiete zu erreichen oder beeinträchtigen den Zugang zu Märkten, Krankenhäusern und lebenswichtigen.
Nach Angaben des pakistanischen Bildungsministeriums wurden mindestens 17.566 Schulen beschädigt oder zerstört. Auch der Betrieb des Eisenbahnnetzes ist landesweit teilweise eingestellt, da die Gleise überflutet sind. Die Eisenbahngesellschaft meldet Schäden in Höhe von 10 Milliarden pakistanischen Rupien.
(AG-PA) (Fides 29/8/2022)

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