AMERIKA/BOLIVIEN - Erzbischof Centellas bittet um Vorsicht: “Karneval darf keine neue Pandemiewelle auslösen”

Donnerstag, 17 Februar 2022   ortskirchen  

Sucre (Fides) - "Der Karneval ist da, aber die Pandemie geht weiter... Es liegt in der Verantwortung eines jeden, auf sich selbst aufzupassen und die Hygienemaßnahmen einzuhalten. Der Karneval sollte kein Anlass für eine neue Welle dieses Virus sein", lautet die Sorge, die Erzbischofs von Sucre und Vizepräsidenten der Bischofskonferenz von Bolivien, Ricardo Centellas, in einer Videobotschaft zum Ausdruck bringt.
Nach offiziellen Angaben gibt es in Bolivien derzeit insgesamt 887.000 Covid-19-Fälle mit 21.342 Todesfällen bei einer Bevölkerung von 11.470.000 Menschen. Der Karneval wird in Bolivien in den verschiedenen Regionen auf ganz unterschiedliche Weise gefeiert, je nach den örtlichen Bräuchen und Traditionen. Das berühmteste Fest der Welt ist der Karneval von Oruro („Diablada“), der auch viele Touristen anlockt. Der Karneval erzählt die Geschichte der Eroberung der Aymara- und Quechua-Völker in den Anden durch die Spanier, die versuchten, die indigenen Völker zum Katholizismus zu bekehren: die kostümierte Tänzer mit Waffen und Pferden ziehen der Regel große Menschenmengen an. Der bolivianische Karneval wird von der Unesco als „immaterielles Erbe der Menschheit“ anerkannt.
Der Karneval endet am Dienstag vor Aschermittwoch mit dem Beginn der Fastenzeit. In seiner Botschaft erinnert der Erzbischof von Sucre mit Blick auf die bevorstehende Fastenzeit deshalb auch daran, dass "eine besondere Zeit der Reflexion, der Besinnung und der Meditation ist, um uns auf die Feier des Leidens, des Todes und der Auferstehung Jesu vorzubereiten". Diese Vorbereitung auf Ostern sei in erster Linie persönlich, finde aber auch auf der Ebene der Gemeinden, die mit „Messen, Kreuzwegen, Zeiten für die Beichte und für die Betrachtung des Wortes Gottes, dazu beitragen, dass wir uns alle angemessen auf das Osterfest vorbereiten können". Auch für die Fastenzeit bittet Erzbischof Centellas "weiterhin den Gesundheitsprotokollen zu folgen“, denn „es liegt in unserer Verantwortung, uns um uns selbst und alle anderen zu kümmern".
(SL) (Fides 17/02/2022)


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