ASIEN/VIETNAM - Überschwemmungen in den zentralen Küstenprovinzen: Katholiken bitten um den Schutz der „Gottesmutter von Tra Kieu“

Freitag, 17 September 2021 naturkatastrophen     solidarietät   gebet   marienverehrung  

Da Nang (Fides) – Infolge des Tropensturms „Con Son“, der an den zentralen Küstenprovinzen Vietnams in viele Orten große Schäden verursachte wurden in der Region haben Hilfsprogramme aufgestellt, um mit die Auswirkungen des fünften Tropensturms des Jahres 2021 zu bewältigen, der die lokale Wirtschaft in die Knie gezwungen hat. Die Evakuierungs- und Notfallpläne müssen jedoch auch den Covid-19-Protokollen entsprechen, was sich angesichts der vierten Pandemiewelle im Lande als sehr schwierig erweist: Die Behörden suchen nach sichereren Unterkünften, in denen für Evakuierten ein sicherer Abstand garantiert werden kann. Es werden deshalb alle notwendigen Anstrengungen unternommen, um sicherzustellen, dass jede Familie ein Zimmer hat, um zu verhindern, dass mehrere Familien in überfüllten Räumen zusammenleben müssen. In den ländlichen Gebieten wurden Tausende von Soldaten mobilisiert, um den Landwirten zu helfen, Reis und andere Feldfrüchte rechtzeitig zu ernten, um die Schäden an den Ernten zu begrenzen.
Zwischen dem 11. und 12. September traf der Tropensturm auf Zentralvietnam und verursachte Überschwemmungen und Verwüstungen in einem großen Gebiet in der Erzdiözese Hue, der Diözese Da Nang und einem Teil der Diözese Qui Nhon. Schwere Schäden wurden an Fischerbooten verursacht, zahlreicher Häuser und großer Fisch- und Garnelenzuchten zerstört, was zu ernsthaften Existenzproblemen für Fischer und Landwirte in diesem Gebiet führte. Viele Straßen in den Bergregionen sind stark beschädigt und zahlreiche Dörfer sind von der Umwelt abgeschnitten.
In einem Hirtenbrief forderte Bischof Joseph Dang Duc Ngan von Danang leitet, alle Gläubigen der Diözese auf, "einander großzügig zu helfen, für die Bedürfnisse der Bedürftigen unabhängig von ihrer Religion zu sorgen und einen Geist der gegenseitigen Hilfe, Solidarität und Nächstenliebe zu leben". Der Prälat richtete auch einen aufrichtigen Appell an die örtlichen Katholiken, zum Gedenken an den 136. Jahrestag der Erscheinung in der Kirche von Tra Kieu eine Novene zur Gottesmutter Maria zu beten.
Am 11. September 1885 erschien die Jungfrau Maria, um die örtlichen Gläubigen während der Verfolgung des durch die königliche Armee der Nguyen-Dynastie. Sie wurde seither als "Mutter von Tra Kieu" verehrt und zur Patronin der Diözese ernannt. "Mit Hoffnung und Zuversicht", betonte er, "vertrauen wir alle Leiden und Schwierigkeiten der Mutter von Tra Kieu an und bitten sie inständig um unseren Schutz, wie sie es vor 136 Jahren für die Gläubigen in Tra Kieu getan hat. Wir bitten sie um ihre Unterstützung für die Menschen, um die Folgen der Pandemie und des Sturms zu überwinden“.
Nach dem Taifun besuchte auch Erzbischof Joseph Nguyen Chi Linh zusammen mit anderen Priestern und Ordensleuten der Erzdiözese Huè die am stärksten betroffenen Gebiete, um den von dem Tropensturm schwer geschädigten Familien geistlichen Beistand und finanzielle Unterstützung zu bringen, damit sie ihre Häuser und ihre Existenzgrundlage wieder aufbauen können. „Möge Gottes Barmherzigkeit sie trösten", so die Priester, "und alle in seiner Liebe bewahren“.
(AD-PA) (Fides 17/9/2021)


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