ASIEN/KIAMBODSCHA - “Zeit der Schöpfung” im Zeichen der interreligiösen Zusammenarbeit

Mittwoch, 8 September 2021   umwelt   laudato si'  

Battambang (Fides) - In Kambodscha wird die "Zeit der Schöpfung" genutzt um, Dialog, Freundschaft und tiefe interreligiöse Beziehungen zwischen Christen und Buddhisten zu fördern. Seit dem 1. September pflanzen katholische Priester und buddhistische Mönche in Kambodscha gemeinsam Bäume, um den "Gebetstag für die Umwelt" und die besondere Zeit zu feiern, in der die Christen auf universeller Ebene den Schwerpunkt auf den Schutz der Schöpfung legen. „Wir alle haben die Verantwortung, das gemeinsame Haus, in dem wir leben, zu schützen", sagt Bischof Enrique Figaredo, Apostolischer Präfekt von Battambang, und lädt alle ein, an den Initiativen zur "Zeit der Schöpfung" teilzunehmen, die vom 1. September bis zum 4. Oktober dauern und im Einklang mit der Enzyklika "Laudato Si'" von Papst Franziskus aus dem Jahr 2015 über die Sorge für das gemeinsame Haus steht.
In der Apostolischen Präfektur Battambang im Nordwesten Kambodschas, etwa 300 Kilometer von der Hauptstadt Phnom Penh entfernt, "machen wir die freudige Erfahrung, mit buddhistischen Mönchen zusammenzuarbeiten, zum Wohle der Umwelt und der Gesellschaft, Seite an Seite, vereint für eine bessere Zukunft", so Bischof Figaredo. In den vergangenen fünf Jahren haben Katholiken und Buddhisten anlässlich der "Zeit der Schöpfung" die Initiative ergriffen, um den Schutz der Umwelt zu fördern und allen Bürgern, unabhängig von ihren religiösen Überzeugungen, ein Beispiel zu geben. "Wir müssen uns stärker engagieren, und gleichzeitig ist es wichtig, junge Menschen so zu bilden, dass sie dieses Engagement auch ausüben", so Bischof Figaredo.
"Es ist eine Frage der Liebe zum Leben“, erklärt er, „Wenn wir unser Leben und das unseres Nächsten lieben, müssen wir die Umwelt schützen und pflegen, denn sie ist ein Geschenk Gottes, das Werk seiner Hände", sagte er. "Auch wenn wir verschiedene Glaubensrichtungen, Nationalitäten, Ethnien und Kulturen haben, sind wir doch alle Menschen, die aufgerufen sind, sich gemeinsam für Einheit und Solidarität einzusetzen", sagte er. Gerade in Kambodscha ist die Zusammenarbeit zum Schutz der natürlichen Umwelt und der Schöpfung "auch ein Weg, den Frieden, die Solidarität und die Verständigung unter uns allen zu fördern und das Gute in der Gesellschaft hervorzuheben", so der Präfekt. In diesem Sinne begeht die Präfektur Battambang im September auch den "Tag des interreligiösen Dialogs" mit Akzenten und Initiativen, die die "Zeit der Schöpfung" einbeziehen.
(SD-PA) (Fides 8/9/2021)


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