AFRIKA/NIGERIA - Bischof beklagt Nachlässigkeit im Umgang mit Covid-19

Donnerstag, 4 März 2021 bischöfe    

Abuja (Fides) – Bischof Godfrey Igwebuike Onah von Nsukka, beklagt in einer kürzlich gehaltenen Predigt den nachlässigen Umgang mit der Corona-Pandemie und Verzögerungen beim Beginn bei der Impfkampange. "Auf unseren Märkten gibt es keine Vorsichtsmaßnahmen. Wir machen zwar zögerliche Versuche in den Schulen, aber an unseren Universitäten werden kaum Vorsichtsmaßnahmen getroffen“, so der Bischof
Bischof Onah kritisierte die Behörden auch für das Fehlen eines Impfplans. „Jedes Land der Welt bereitet sich darauf vor, seine Bürger durch Impfungen zu schützen. Die nigerianische Regierung setzt sich für den Schutz der Kühe ein und die Gouverneure verteidigen das Recht der so genannten Banditen, Waffen zu tragen“, sagte er und verwies damit auf die Ausbreitung des Banditentum und die Verbreitung von„ Selbstverteidigungsgruppen“. Beide Phänomene wurden von den nigerianischen Bischöfen bereits in offziellenErklärung angeprangert, in der sie davor warnen, dass es in Nigeria zu einer ethnischen Spaltung kommen könnte (vgl. Fides 24/2/2021).
Bischof Onah äußert sich auch zu der jüngsten Entführung der Schülerinnen Jangebee Secondary School im Bundesstaat Zamfara im Nordwesten Nigerias, die in der Nacht vom 25. Februar entführt wurde (vgl. Fides 26/2/2021 und 2/3/2021) und unterstreicht die Unfähigkeit der Behörden, die Kinder und Jugendlichen zu schützen: "Während andere ihre Jugendlichen schützen, beschränkt sich unsere Regierung darauf, Banditen zu bitten, Hunderte von Jungen und Mädchen wieder freizulassen, nachdem sie aus den Schulen entführt wurden." ,
„Den Weg, den wir in diesem Land beschreiten, führt uns zu Ruin und Zerstörung. Wir müssen alle etwas ändern", sagt der Bischof von Nsukka abschließend und fordert die Gläubigen auf, den Empfehlungen zum Schutz vor der Pandemie zu folgen, um die Karwoche und Ostern ohne weitere Einschränkungen feiern zu können.
Die nigerianische Regierung hat seit März 2020 Beschränkungen für öffentliche Versammlungen auferlegt, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Bisher gab es mindestens 152.074 Infizierte, 1.839 Tote und 128.619 Genesene.
(L.M.) (Fides 4/3/2021)


Teilen: