AMERIKA/ARGENTINIEN - Lage im Land angespannt: In einem Klima zunehmender Gewalt wurde eine Kirche geschändet und Bürger protestieren gegen Impfskandal

Mittwoch, 3 März 2021 soziale lage   politik     gewalt     bischöfe   armut  

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Lomas de Zamora (Fides) – Wie die argentinische Diözese Lomas de Zamora bestätig, kam es in der Marien-Kathedrale in den frühen Morgenstunden des 2. März zu vandalistischen Handlungen. Das Tabernakel, in der sich das Allerheiligste befindet, wurde verwüstet und die Marienstatue und eine Statue des Jesuskindes, die sich in der Mitte des Altars befanden wurden gestohlen. Auch das Kreuz des Pfarrfriedhofs neben der Kirche wurde zerstört.
Bischof Jorge Lugones SJ, ist zutiefst bestürzt über dieses Ereignis und lädt die Gläubigen ein, am kommenden Freitag an einer Stunde der Anbetung des Allerheiligsten und an der Messe teilzunehmen, die er am selben Tag um 19 Uhr zur Sühne nach der begangenen Gotteslästerung feiern wird.
Unterdessen nimmt im Land die Gewalt zu. Viele argentinische Städte sind Schauplätze von Diebstählen und Kleinkriminalität. Die wirtschaftliche Situation hat sich in den letzten Monaten nicht verbessert, und viele machen die Regierung für das Missmanagement des Gesundheitsnotstands verantwortlich, das die Wirtschaftslage des Landes noch weiter zugespirzt hat hat.
Der Weihbischof von La Plata und Präsident der bischöflichen Kommission für Pastoral, Alberto Bochatey Chaneton (OSA), beklagte unterdessen in einem TV-Interview die so ganennnten "VIP-Impfung" gegen Covid-19. "Die bekannten Ereignisse machen uns völlig fassungslos", betonte er und fügte hinzu: “Wir dürfen aber trotz ethisch fragwürdigem Verhalten nicht unsere Ruhe oder Gelassenheit verlieren." Impfungen dürften nicht politisiert werden, so der Bischof.
In diesem Zusammenhang beklagt der Bischof mangelnde Information über die Impfkampagne und eien daraus entstehende Verwirrung und Frustration. "Die Kirche ermutigt die Hoffnung und ermutigt die Politiker, die Dinge gut und schnell zu organisieren, damit die Menschen nicht verzweifeln", sagte der Bischof, der abschließend die Hoffnung zum Ausdruck bringt, dass das Gesunheitssystem des Landes keinen weiteren Anlass zu Skandalen biete.
n diesem Wochenende protestierten Tausende vor der „Casa Rosada“, dem Regierungsgebäude in Buenos Aires gegen das Verhalten der Regierung unter Alberto Fernández zu protestieren, nachdem bekannt geworden war, dass mehrere Persönlichkeiten aus der Politik bevorzugt gegen Covid-19 geimpft wurden.
(CE) (Fides 03/03/2021)


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