AMERIKA/PERU - Bischöfe verurteilt Ungregelmäßigkeiten bei Impfungen und erinnern an Mitarbeiter des Gesundheitswesens

Donnerstag, 18 Februar 2021   bischofskonferenzen  

cep

Lima (Fides) – Der Vostand der peruanischen Bischofskonferenz (CEP) verurteilt die jüngsten Unregelmäßigkeiten bei den Impfungen. "Die Empörung, die durch diese Vorkommnisse hervorgerufen wird, nimmt zu, weil diejenigen außer Acht gelassen werden, die seit mehr als einem Jahr angesichts dieser Pandemie an vorderster Front große Opfer geleistet haben. Ärzte, Krankenschwestern, Polizisten, Beamte wollen nicht weiter ihr Leben aufs Spiel setzen, während gewisse Gruppen ihr eigenes Interesse verfolgen", heißt es in einer von der Bischofskonferenz veröffentlichten Erklärung.
In Peru wurde bekannt, dass Staatsbeamte trotz der festgelegten Impfprotokolle sich selbst und ihre Familien impfen ließen. Perus Präsident Francisco Sagasti sagte, er sei "empört und wütend", und damit umschreibt er die allgemeine Stimmung im Land. Infolge des Skandals um die Umgehung der Impfprotokolle traten bereits zwei Minister zurück (Gesundheit und Außenbeziehungen) und eine offizielle Untersuchung durch die Regierung soll folgen.
Peru war eines der am stärksten von der Covid-19-Pandemie betroffenen lateinamerikanischen Länder und verzeichnete bis heute mehr als 400.000 Tote und mehr als 1,24 Millionen Infizierte. Am gestrigen Aschermittwoch, lud die peruanische Kirche zur Eröffnung der Fastenzeit in der Kathedrale von Trujillo zum Gebet für alle Mitarbeiter des Gesundheitswesens ein, die an einer Infektion mit Coronavirus gestorben sind,.
Dem Gottesdienst stand der Voritzende der peruanischen Bischofskonferenz und des Rates der Lateinamerikanischen Bischofskonferenzebn (CELAM) Bischof Miguel Cabrejos Vidarte OFM, vor. In seinem Gebet im Namen der gesamten peruanischen Kirche erinnerte er die Gläubigen des Landes daran, dass der Tod von 315 Ärzten und 112 Krankenschwestern im Dienst an der Gemeinschaft besondere Anerkennung verdiene.
(CE) (Fides 18/02/2021)


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