AMERIKA/NICARAGUA - Im Gegensatz zur Regierung: Kirche ergreift weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie

Samstag, 30 Januar 2021   krisengebiete   gesundheitswesen  

Facebook

Managua (Fides) – Am vergangenen 28. Januar teilte der Erzbischof von Managua, Kardinal Leopoldo Brenes, mit, dass künftige Besprechungen mit den Priestern der Erzdiözese bis auf weiteres über die digitale Plattform Zoom stattfinden werden. Dieser Beschluss sei gefasst worden, um die Verbreitung von Covid-19 zu verhindern, nachdem die Zahl der Infektionen in den letzten Wochen im zentralamerikanischen Land zugenommen zu haben. "Die Versammlungen aller Geistlichen werden fortan virtuell abgehalten", so Kardinal Brenes in einer Verlautbarung der Erzdiözese Managua.
Treffen und Gespräche im kleineren Kreis sollen in den Gemeinden zum Teil persönlich und zum Teil virtuell abgehalten werden. Sie sollen „in Anwesenheit unter Einhaltung des Gesundheitsprotokolls und Einhaltung persönlicher Abstände in den Besprechungsräumen stattfinden oder virtuell entsprechend den verfügbaren Ressourcen jeder Gemeinde oder jedes pastoralen Gebiets", erklärte er.
Der Kardinal bestätigte das "Verbot von Prozessionen und Menschenansammlungen" und für den bevorsthenden Aschermittwochsritus sind "angemessene Zeiten, eine kurze Liturgie und das Auflegen der Asche auf dem Kopf" erwünscht. Er bedauere es, so der Kardinal, dass viele Gläubige nicht am kirchlichen Ritus teilnehmen werden können.
Im Hinblick auf die Sakramente der Firmung und Erstkommunion sollen die Gemeindpfarrer den besten Weg finden, um sie unter Einhaltung der geltenden Gesundheitsprotokolle zu feiern.
Die katholische Kirche in Nicaragua hielt sich von Anfang an strikt an die Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO), um die Ausbreitung von Covid-19 zu verhindern, und ordnete die Schließung von Kirchen und das Verbot von Prozessionen sowie die Einhaltung der geltenden Gesundheitsmaßnahmen in allen Pfarreien an.
Seit Beginn der Pandemie werden Gottesdienste von traditionellen Medien und über soziale Netzwerke ausgestrahlt.
Im Gegensatz dazu legte die nicaraguanischen Regierung angesichts der Pandemie keinerlei Einschränkungen fest und beschränkte sich auf ein Mindestmaß an Präventionsmaßnahmen. Während der zweiten Welle der Pandemie hat die Zahl der Infektionen im zentralamerikanischen Land starkt zugenommen.
(CE) (Fides 30/01/2021)


Teilen: