AFRIKA/MALI - Bericht aus der Gemeinde Kati: Trotz politischer Ungewissheit und Pandemie setzen Ordensfrauen ihr Apostolat fort

Freitag, 22 Januar 2021     pastorale  

MB

Kati (Fides) - Mali sieht sich währen der Zeit der Übergangsregierung mit einer Situation allgemeiner sozialer und politischer Ungewissheit konfrontiert. Unter der Leitung des ehemaligen Außenministers Moctar Ouane gehören der Regierung insgesamt 25 Minister an. Die strategischsten davon, Verteidigung, Sicherheit, territoriale Verwaltung und nationale Versöhnung, wurden den Militärs anvertraut, die Protagonisten des Putsches waren, der Ibrahim Boubacar Keïta am 18. August gestürzt hat.
"In einem solchen Kontext sind die Schwierigkeiten in der kleinen Stadt Kati, etwa fünfzehn Kilometer von Bamako entfernt, dieselben wie immer", berichtet Schwester Myriam Bovino, Missionsschwester der Kongregation der Unbefleckten Königin des Friedens (SMIRP) gegenüber Fides. "Die Pandemie hat auch Mali getroffen, wo Prävention und Sensibilisierung unter der Bevölkerung zwar stattfindet, wobei es leider viele Leugner gibt und es schwierig wird, Protokolle mit Kriterium durchzuführen. Im Verhältnis zur Bevölkerungsdichte gibt es nicht viele Infizierte. In unserer Stadt mit 200 000 Einwohnern werden täglich nur ein bis zwei bestätigte Fälle registriert. In dem Frauenzentrum, das wir hier in Kati betreiben, haben wir die Masken angefertigt....”:
Hier leben viele Menschen auf der Straße und können nicht in ihren Häusern bleiben. Gemeinsame Aktivitäten wie Märkte und Geschäfte sind geöffnet, so dass auch unser Apostolat weitergeht, mit Masken für uns. Wir mussten den Katechismusunterricht wegen der Schließung der Schulen unterbrechen. Zwar etwas weniger häufig aber in regelmäßigen Abständen gehen wir weiter ins Dorf, um Katechese und Animation für christliche und nichtchristlichde Frauen anzubieten. Wir führen die Aktivitäten unseres Berufsbildungszentrums fort, bohren nach Brunnen und betreiben Viehzucht", so die Ordensfrau, die in ihrem ausführlichen Bericht zur aktuellen Entwicklung abschließend auch auf die Zunahme von Gewalt und Banditentum hinweist.
(MB/AP) (Fides 22/1/2021)


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