ASIEN/PHILIPPINEN - Impfkampagne: Kirche fordert vorrangige Behandlung von armen Bevölkerungsgruppen

Mittwoch, 20 Januar 2021     menschenrechte  

Manila (Fides) - Die Impfkampagne, die auf den Philippinen im Februar beginnen wird, sollte neben der Priorität für das Gesundheitspersonal auch die Ärmsten und Schwächsten privilegieren: dies fordert die philippinischen Kirche. Menschen, die wirklich in Not sind und leiden, sollen demnach bevorzugt berücksichtigt werden.
Unterdessen war die Überlegung angestellt worden auch Bischöfe und Priester in die vorrangigen Kategorien aufzunehmen. Die Bischöfe der Hauptstadt-Region - zu denen die Erzdiözese Manila und die Diözesen Antipolo, Cubao, Kalookan, Malolos, Novaliches, Parañaque und Pasig gehören – lehnten diesen Vorschlag einstimmig ab und erklärten: "Es sind es die Armen, die ein größeres Bedürfnis nach Fürsorge und Schutz haben ".
"Die Priorität des Impfstoffs muss Ärzten und Angehörigen der Gesundheitsberufe eingeräumt werden, die an vorderster Front stehen, und dann den am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen", bekräftigt der Apostolischer Administrator von Manila, Bischof Broderick Pabillo in diesem Zusammenhang die Forderung der Bischöfe dass "das Impfprogramm allen zugänglich gemacht werden sollte" und "der Impfstoff die ethischen Grundsätze respektiert" (vgl. Fides 15/1/2021).
In der Erzdiözese Manila ist die Impfung für Priester eine freiwillig. Regierung, lokale Behörden und private Einrichtungen verhandeln unterdessen mit Impfstoffherstellern und haben bereits Dosen des chinesische Sinovac-Impfstoffs und des Impfstoffs der multinationalen Unternehmen Moderna und AstraZeneca gekauft.
Im Rahmen der für den nächsten Monat angekündigten Impfkampagne sollen zuerst Mitarbeiter des Gesundheitswesens und in den folgenden Phasen Lehrer und Schulmitarbeiter, Regierungsangestellte, "systemrelevante Arbeitskräfte" des Agrarsektors und der Lebensmittelindustrie sowie in den Bereichen Öffentlicher Verkehr und Tourismus geimpft werden.
(SD-PA) (Fides 20/1/2021)


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