AMERIKA/PERU - Brasilianische Virusvariante: Grenzregion entlang des Amazonas in Alarmbereitschaft

Mittwoch, 20 Januar 2021   eingeborene  

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Loreto (Fides) - Die in Brasilien aufgetretene neue Variante von Covid-19 ist dort besonders in Manaus, der Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas, sehr stark (vgl. Fides 18/1/2021) und versetzt auch die Behörden der peruanischen Region Loreto in Alarmbereitschaft. In den letzten Tagen wurden drei Personen aus Caballococha, der Hauptstadt des Distrikts Ramón Castilla, aufgrund schwerwiegender Komplikationen durch Covid-19 isoliert. Eine Frau verstarb noch während des Fluges.
Infolge dieser Entwicklung beriet die peruanischen Regierung am 15. Januar über den Vorschlag der Schließung der peruanisch-brasilianischen Grenze in Loreto. Dies teilte der Gouverneur der betroffenen Region, Elisbán Ochoa, gegenüber "Radio La Voz de la Selva" mit. Militärisches medizinisches Personal soll die Gesundheitseinrichtungen im Grenzgebiet unterstützen und in Abstimmung mit der Marine soll die Einhaltung der Protokolle in den Häfen der Region zu überwacht werden.
Der Leiter des Lehrergewerkschaft der öffentlichen Schule von Loreto, Eleazar Pezo, berichtete, dass mehrere Lehrer und Bürger in der Region bereits wegen einer Infektion behandelt werden. Unterdessen wurde vor einigen Tagen ein Boot beschädigt , auf dem ein Gesundheitsteam unterwegs war, um die Sauerstoffflaschen vor Ort nachzufüllen. Es gab zwar keine Verletzten oder Todesfälle, aber alle Sauerstoffflaschen gingen verloren.
Es wird befürchtet, dass der ständige Handelsverkehr mit den brasilianischen Städten Tabatinga und Benjamin Constant zur Ankunft der Virusvariante in der peruanischen Region beitragen könnte.
Diese Region des peruanischen Amazonasgebiets ist eines der das größten Missionsgebiete der katholischen Kirche in diesem Land. Eine Besonderheit ist, dass dort während der esten Welle der Coronapandemie wurden dort keine Todesfälle infolge von Covid 19 verzeichnet. Viele Experten sprechen unterdessen auch von Herdenimmunität, da mehr als 70% der Bevölkerung infiziert sind. Die Missionare der verschiedenen in diesem Gebiet tätigen Ordengsgemeinschaften, vermuten dass die indigene Bevölkerung, die sich seit Jahrhunderten sich auf den Schutz der Waldpflanzen verlassen hat, ein besonders starkes Immunsystem besitzt.
(CE) (Fides 20/01/2021)


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