AMERIKA/BRASILIEN - Bischöfe fordern in der Pandemie Zusammenhalt und Inklusion

Donnerstag, 7 Januar 2021   bischofskonferenzen   gerechtigkeit   solidarietät  

Brasilia (Fides) - „Bei der Bekämpfung von Covid-19, ist es wichtig, dass alle zusammenarbeiten, solidarisch und ohne Ausschlüsse. Das Virus respektiert keine Grenzen, sozialen Schichten und andere Formen der Kategorisierung, die häufig die Grundlage für bedauerliche Diskriminierung sind. Das Schlagwort lautet daher Zusammenhalt. Bei der Bewältigung dieser gesundheitlichen und sozialen Herausforderung ist eine stärkere Mitverantwortung erforderlich. Eine Pandemie wird nicht allein bekämpft. Jeder Mensch muss auf sich selbst und vor allem auf den anderen, seinen Bruder und seine Schwester, mit tiefem Respekt entgegenkommen und durch sozialer Distanzierung und Beachtung der von den Gesundheitsbehörden vor gegebenen Gesundheitsprotokolle schützen“, dies bekräftigt der Vorstand der Brasialianischen Bischofskonferenz Brasiliens (CNBB) in der ersten Botschaft des Jahres 2021 vom 6. Januar. „Das Neue, nach dem wir in diesem Jahr 2021 suchen“ heißt es im Text, erfordert den Zusammenhalt aller Bürger guten Willens, um sich gemeinsam der Herausforderung durch Covid-19 zu stellen. Die Zahlen zeigen, dass die Pandemie in Brasilien immer schlimmer wird. Die Toten sind bereits etwa 200.000. Verlorene Leben können dürfen nicht einfach als statistische Tabellen wahrgenommen werden. Sie verursachen Schmerz und Trauer in den Herzen der Familien."
Die Bischöfe ermahnen daher, „sich nicht der Gleichgültigkeit einiger, der Verleugnung anderer oder der Versuchung, uns zu verschließen, hinzugeben“ und nicht zuzulassen, dass Müdigkeit und Fehlinformationen zu verantwortungslosen Eingleisungen führen. In diesem Zusammenhang bekräftigen sie, dass "der Impfstoff für alle ist" und die Impfung "als eine soziale nicht als eine individuelle Handlung verstanden werden muss, damit wir die angegebenen Ziele der Epidemiologen erreichen".
Um der Pandemie zu begegnen, müssten die Kriterien Gerechtigkeit, Solidarität und Inklusion eingehalten werden. "Jede Institution und jedes Segment der Gesellschaft trägt eine ernsthafte Verantwortung in diesem Prozess", so die Bischöfe weiter und versichern den Beitrag der katholischen Kirche, "als pädagogische und unterstützende Kraft für einen neuen Lebensstil”.
Schließlich warnen sie, dass "die brasilianische Gesellschaft eine rasches gemeinsame Handeln der Führungskräfte in den verschiedenen Machtbereichen erfordert, das von der Wissenschaft und Hinweisen von Epidemiologen begleitet wird, damit die Impfung dringend beginnt, weil durch die Pandemie jeden Tag Menschenleben verloren gehen, was wirtschaftliche und soziale Auswirkungen verschärft." Besondere Aufmerksamkeit müsse den am stärksten gefährdeten und armen Menschen gewidmet werden.
Die Bischöfe zitieren Papst Franziskus in der Enzyklika "Fratelli tutti" und betonen im abschließenden Teil ihrer Erklärung, dass die von der Pandemie erschöpfte Menschheit "nur dann eine Heilung finden wird, wenn sie zusammenhält und Solidarität als Leitprinzip der Beziehungen annimmt, damit alle die Möglichkeit dazu haben geimpft werden". Schließlich bitten sie Gott, "uns zu helfen, die Lektion dieser Pandemie zu lernen, damit wir sie überwinden und Fortschritte beim Aufbau einer gesünderen Welt machen können, ausgehend von universeller Geschwisterlichkeit und Solidarität".
(SL) (Fides 07/01/2021)


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