ASIEN/VIETNAM - Gemeinsames Hilfsprogramm: Katholiken und Buddhisten gewährleisten medizinische Versorgung nach Naturkathastrophen

Dienstag, 24 November 2020 humanitäre hilfe     ordensgemeinschaften   buddhismus   solidarietät   naturkatastrophen   eingeborene  

Ho-Chi-Minh-Stadt (Fides) - Katholische und buddhistische Gläubige in Südvietnam bieten Bedürftigen gemeinsam kostenlose medizinische Hilfe. Die gemeinsame Initiative wird von 200 Mitarbeitern des Gesundheitswesens, Sozialarbeitern und Freiwilligen durchgeführt, die ab Mitte November wöchentlich etwa 2500 Menschen medizinisch versorgen wollen.
„Da das Land in den letzten Wochen Überschwemmungen und Naturkatastrophen ausgesetzt war, sind die Armen, älteren Menschen und Behinderten am stärksten betroffen. Sie benötigen dringend medizinische Hilfe und Behandlung. Die meisten Menschen, die wir erreichen, leiden an Augen-, Zahn-, Herz-, Gelenk-, Verdauungs- und Nervenproblemen oder -krankheiten. Dieser Dienst für benachteiligte Menschen entsteht aus dem Glauben, aus einem Akt der gemeinsamen Liebe und des gemeinsamen Mitgefühls", so Pfarrer Anthony Nguyen Ngoc Son, Vizepräsident der Vereinigung zur Unterstützung von Kindern mit Behinderung und Waisen.
"Für jede Intervention“ so der katholische Priester, „belaufen sich die medizinischen Ausgaben im Durchschnitt auf etwa 15 US-Dollar. Der Zweck dieses gemeinsam auf den Weg gebrachten Dienstes besteht darin, den Menschen medizinische Nothilfe zu gewährleisten und gleichzeitig die Menschenwürde, die für jeden Menschen unveräußerlich ist, wiederherzustellen", bemerkt Pfarrer Son. Das medizinische Team stellte bereits im Vorfeld fest, dass zusätzlich zu den Gesundheitsbedürfnissen viele der erreichten Menschen dringend Nahrung und andere Überlebensdienste benötigen.
Unter den Freiwilligen, die medizinische Versorgung garantieren, sind auch Ordensfrauen. Schwester Mary Tran Thi An, Leiterin des "Hoang Mai"-Zentrums für Kinder mit Behinderung, bemerkt: "Es ist gut zu sehen, dass Menschen aus verschiedenen Glaubensgemeinschaften sich einig sind, wenn es darum geht, den Bedürftigen zu helfen."
In dem Bewusstsein, dass die jüngsten Naturkatastrophen die Situation der Armut und der Bedürftigkeit großer Teile der Bevölkerung verschärft haben, wollen die Bischöfe von Vietnam eine besondere Spendenaktion starten und den Erlös, für Nahrungsmitteln und humanitärer Hilfe bereit stellen.
Mehrere lokale NGOs arbeiten unermüdlich mit der Regierung und den Religionsgemeinschaften zusammen, um Flüchtlingen zu helfen, die durch Naturkatastrophen alles verloren haben. Die NGO "Pacific Links Foundation" unterstützt benachteiligte Familien durch die Lieferung von Nahrungsmitteln, aber auch Schwimmwesten und anderen Hilfsgütern. Derzeit wird versucht, ein langfristiges Förderprogramm zu aktivieren, das es Schülern aus den betroffenen Provinzen ermöglicht, zur Schule zurückzukehren, und Familien langfristig zu unterstützen.
Schwere Überschwemmungen und Erdrutsche forderten im letzten Monat 130 Tote und 214 Verletzte, während insgesamt über 1,5 Millionen Menschen von den Überschwemmungen betroffen waren. Es wird geschätzt, dass Schäden im Umfang von 100 Millionen US-Dollar verursacht wurden.
Am 15. November traf der Tropensturm Vamco die zentralen Provinzen wo es 36 Verletzte gabe und über 9.000 Privathäuser und öffentlichen Gebäuden beschädigt wurden. Die meisten Einwohner Zentralvietnams gehören ethnischen Minderheiten wie den indigenen Co Tu an, die von der Viehzucht und dem Handwerk leben. Die Co Tu leben in kleinen Hütten, die leicht durch Stürme und Erdrutsche zerstört werden.
(SD-PA) (Fides 24/11/2020)


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