ASIEN/PHILIPPINEN - „Diener der Armen“: “Es ist eine Freude unter Armen zu leben“

Mittwoch, 28 Oktober 2020 armut   solidarietät     orden   missionare  

Manila (Fides) - "In San Pedro, wo unser Haus entstand, gibt es einen Müllberg. Aber um die Mülldeponie herum stehen die Häuser, in denen die Armen leben, die im Müll arbeiten. Sie sind die "scavengers", die im Müll „graben“. Es sind alles Menschen, die mit Müll arbeiten: Männer, Frauen und Kinder, die im Müll stöbern, um nach Materialien suchen, die sie weiterverkaufen, um überleben zu können. Die Menschen leben unter verheerenden Bedingungen in dieser Gegend: schlecht ernährte Kinder, entsetzliche hygienische Verhältnisse. Dort entstand unsere Mission", so Bruder Ronald Diaz Ignacio von den “Dienern der Armen" (Missionary Servants of the Poor) einem Männerorden, der von dem italienischen Priester Giacomo Cusmano (1834-1888) gegründet wurde.
"Als ich 1998 auf den Philippinen ankam”, so der Missionar weiter, „widmeten wir uns zunächst den Waisenkindern und gründeten später das "Blessed J. Cusmano Formation House" in San Pedro, südlich von Manila, an dem künftige Missionare ausgebildet werden. Als wir uns in dieser Gegend umschauten, wurden wir auf diese armen Menschen aufmerksam und verstanden, dass der Herr uns in San Pedro in ein Missionsgebiet geschickt hatte: So entstand das so genannte “Dorf des Glücks“, wo wir versuchten, die Lebensbedingungen dieser armen Menschen zu verbessern, die Letzten der Letzten, die von allen und jedem vergessen wurden".
„Sie sind arm und verstecken sich, man muss sie finden, und sie schämen sich sogar, wegen ihrer Armut zur Messe zu gehen. Es ist eine Freude unter diesen Armen zu leben, es ist eine Freude, sie zu kennen, und es ist eine Freude, etwas zu tun, um ihr Leiden zu lindern“, fügt der Missionar hinzu.
Dies ist nur eines der Werke der “Diener der Armen” auf den Philippinen, die soch dort ihrem Charisma folgend für wohltätige Zwecke zugunsten der Ärmsten und Schwächsten einsetzen und im Rahmen ihres Apostolat in Obdachlosenunterkünften, in Waisenhäusern und Krankenhäusern tätig sind.
Der Missionsorden hat Niederlassungen in Italien und in Afrika (Demokratische Republik Kongo, Uganda), Amerika (Brasilien, Mexiko) und Asien (Philippinen, Indien).
Die Kongregation der „Servi dei Poveri“ wurde 1887 in Palermo von Don Giacomo Cusmano gegründet, der 1983 von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen wurde.
2017 feierten die “Cusmanianer” ihr 150 jähriges Gründungsjubiläum. Heute gehören zur Ordenfamilie auch Ordensschwestern und der wohltätige Verein „Giacomo Cusmano", tausende von Freiwilligen und ehemalige Schüler.
(MI-PA) (Fides 28/10/2020)


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