ASIEN/LIBANON - Syndenversammlung der maronitischen Bischöfe beginnt mit geistlicher Einkehr

Donnerstag, 22 Oktober 2020 mittlerer osten   ostkirchen     aussöhnung   geopolitik  

Bkerké (Fides) - Die alljährliche Synode der maronitischen Bischöfe begann im Zeichen des Schweigens und der "Metanoia", d.h. Der persönliche und gemeinschaftliche Buße und Bekehrung. Am Mittwoch, den 21. Oktober, versammelten sich die maronitischen Bischöfe unter der Leitung von Patriarch Bechara Boutros Rai im Patriarchat von Bkerké, um an der Versammlung teilzunehmen, die jedes Jahr den Höhepunkt der gemeinsamen synodalen Planung der maronitischen Kirche im Hinblick auf die pastorale Arbeit für das kommende Jahr darstellt.
Wie bereits Tradition, haben die ersten Tage der Versammlung bis zum nächsten Samstag den Charakter der geistlichen Einkehr. Wie Patriarch Rai in seiner Eröffnungsansprache unterstrichen, soll dies dazu beitragen "unter dem Blick Christi, des Herrn, des Obersten Priesters und des Guten Hirten, unser Leben und Handln und die Ausübung pastoraler Autorität im Lichte des Beispiels zu lesen, das Jesus Christus selbst uns gibt“.
Am Eröffnungstag beteten die maronitischen Bischöfe gemeinsam den Rosenkranz "für das Heil des Libanon und der Welt". Das Gebet wurde vom Fernsehsender “Noursat” live übertragen. Mit dem Akt der Buße und Versöhnung”, so der maronitische Patriarch “können alle Bischöfe um die göttlichen Gnade für ihr Leben und ihren pastoralen Dienst bitten und erkennen, dass wir mit unseren persönlichen Sünden nicht nur Gott, sondern auch die Kirche und die Gemeinschaft missbrauchen. Und wenn wir unsere Sünden bereuen, versöhnen wir uns mit Gott und mit der Gemeinschaft.“
Ab nächsten Montag, wird sich die Synode nach den Tagen der geistlichen Einkeh mit pastoralen, kirchlichen und administrativen Fragen befassen und die aktuellen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Krisensituaitionen im Libanon in dieser historischen Phase erörtern. In diesem Kontext wollen die maronitischen Bischöfe auch durch die Verbesserung der Wohltätigkeits- und Sozialhilfedienste, die bereits zum Nutzen der gesamten Bevölkerung eingeführt wurden, einen Beitrag leisten.
(GV) (Fides 22/10/2020)


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