VATIKAN - Corona-Hilfsfonds: Afrikanische Diözesen erhalten Hilfe für Pastoralarbeiter und Medien

Mittwoch, 14 Oktober 2020 päpstliche missionswerke    


Vatikanstadt (Fides) - Während die Covid-19-Pandemie kein Ende findet und weiterhin Leiden und Tod auf allen Kontinenten verursacht, setzt sich die Hilfsarbeit der der Kirche fort, insbesondere in den Gebieten der Welt, in denen die Bevölkerung in einer bereits prekäre Situation lebt sich durch die Krise mit neuen Rückschlägen konfrontiert sieht. Die Ortskirchen, die ihren Unterhalt weitgehend von den Opfergaben der Gläubigen bestreiten, haben ihre begrenzten wirtschaftlichen Ressourcen erschöpft, ebenso wie Priester, Ordensleute und Katecheten, so das kaum mehr Mittel zur Verfügung stehen, um denjenigen, die sich plötzlich in einem Zustand der Not befanden, zu helfen. Viele sind ohne Existenzmittel, nicht nur was ihre Arbeit der Nächstenliebe und Evangelisierung anbelangt, sondern auch für den alltäglichen Bedarf.
Um auf die durch die Covid-19-Pandemie verursachten Krisensituationen reagieren zu können, hat Papst Franziskus bei den Päpstlichen Missionswerken (PMS) einen Corona-Hilfsfonds eingerichtet, der dank der Hilsbereitschaft vieler seit Monaten auf Anfragen aus Diözesen in der Mission unterstützend wirken kann. (vgl. Fides 06/04/2020). Zuletzt erhielten verschiedene Kirchsprengel in Afrika Hilfe.
In Nigeria ging die Hilfe aus dem Hilfsfonds der Päpstlichen Missionswerke an vier verschiedene Diözesen. An die Diözese Auchi, wo Ordensschwestern unterstützt wurden, die aufgrund der Sperrung ihre Schulen schließen mussten und daher keinen Lebensunterhalt für ihre Gemeinschaft haben, zu der mehrere Novizen gehören. Auch in der Diözese Bomadi wurden Missionsschwestern unterstützt, die dort in der Pastoralarbeit tätig sind. Die Diözese Idah wurde von der Pandemie besonders schwer getroffen. Die übliche finanzielle Unterstützung durch die Laien für die Aktivitäten der Kirche fehlt, seit es den Familien kaum mehr möglich ist, ihren eigenen täglichen Bedarf zu decken. Die Hilfsmitteln aus dem Hilfsfonds der Päpstlichen Missionswerke kommen 90 Priester und 757 Katecheten so wie die in der der Diözese tätigen Augustinerinnen zugute. Zuschüsse erhielt auch die Diözese Uromi zur Bewältigung, der Herausforderungen mit der sich die Diözese durch die Auswirkungen der Covid-Pandemie konfrontiert sieht.
Die Consolata Missionsschwestern in Liberia erhielten Hilfe bei der Fortsetzung der Evangelisierungsarbeit der beiden Ordensgemeinschaften der Erzdiözese Monrovia, wo die Ordensfrauen sich für die menschliche und christliche Bildung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen einsetzen, Frauen fördern und bei der Fortbildung von Laienmissionaren aktiv sind. Darüber hinaus gewährleisten sie die von ihnen geführte katholische “St. Peter Claver High School” eine qualitativ hochwertige Bildung für über 800 Schüler. Die insgesamt 252 Schwestern der Diözese Ngong, in Kenia, die in verschiedenen Bereichen der kirchlichen Tätigkeit einen wertvollen Dienst leisten, haben Hilfsmittel aus dem Fonds der Päpstlichen Missionswerke erhalten.
In Namibia haben der Ausnahmezustand und der Lockdown zu weiterem Leid für die Bevölkerung geführt, die durch den Verlust der Arbeit und Einstellung kleiner Handelsgeschäfte von Hunger und extremer Armut betroffen ist. Die Diözese Windhoek, die bisher ihr Möglichstes getan hat, um den Armen und Bedürftigen zu helfen, musste nun ebenfalls um Unterstützung beten, um ihre Evangelisierungsaktivitäten fortsetzen zu können. Auch die Diözese Konstad in Südafrika sich sieht sich in ernsthaften wirtschaftlichen Schwierigkeiten und kann die laufenden Ausgaben und die Fortsetzung gemeinnütziger und pastoraler Aktivitäten nicht mehr bewältigen.
Während des Lockdowns wurden die Medien in großem Umfang genutzt, um die Schließung von pastoralen Aktivitäten und Kirchen zu kompensieren und Versammlungen, Gebete, Predigten und Reflexionen weiterhin zu ermöglichen und das Gemeinschaftsgefühl aufrecht zu erhalten, die Hoffnung zu nähren und damit auch ein Fortfahren der Evangelisierung möglich zu machen. Das Funktionieren dieser meidalen Instrumente ist mit erheblichen Kosten verbunden, während sich die finanzielle Situation der Diözesen aufgrund des Mangels an Opfergaben der Gläubigen verschärft hat oder bereits prekär ist. Deshalb erhielten aus dem Corona-Hilfsfonds der Päpstlichen Missionswerke auch katholische Fernsehesender, darunter Luntha TV, und Radieosender wie Radio Maria in Malawi Unterstützung und es wurde ein Beitrag an die dortige Bischofskonferenz zugewiesen, um die dringendsten Zahlungen zu ermöglichen. In Angola erhielt die Diözese Cabinda Hilfe zur Unterstützung des Diözesanradios und die Diözese Dundo wurde bei dem Ausbaur der Radio Ecclesia-Studios unterstützt, damit der Diözesansender auch die Bevölkerung in entfernt gelgenen Gebieten erreichen kann. Das gleiche gilt für Kamerun, wo die Diözese Douala um Hilfe für Radio Veritas gebeten hat.
(SL) (Fides 13/10/2020)


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