AFRIKA/UGANDA - Zahl der Corona-Infizierten steigt: Krankenhäuser gelangen an ihre Grenzen

Freitag, 2 Oktober 2020  

Kampala (Fides) - In Uganda steigt die Zahl der positiven Fälle von Covid-19 exponentiell. Am 23. September betrug die Gesamtzahl der Infektionen landesweit 7.064 Fälle, wobei in der letzten Woche täglich zwischen 114 und 423 Fälle hinzukamen. Mit der zunehmenden Zahl der Infizierten nimmt die Krankenhauskapazität für die Behandlung neuer Covid-19-Patienten dramatisch ab.
Dies beklagt die „Soleterre Foundation“ die in diesem schwierigen Moment versucht, Patienten, Familien und Gesundheitspersonal psychologische Unterstützung bietet und Materialien für sanitäre Einrichtungen und individuellen Schutz im „Gulu Regional Referral Hospital“ bereitstellt, der für Gulu und die Umgebung, im Norden des Landes zuständig ist.
Das Krankenhaus hat unterdessen die Höchstgrenze von 140 Patienten für die Behandlung von Covid-19 erreich und kann derzeit keine weiteren Patienten mehr aufnehmen, die daher gezwungen sind, in lokalen Gemeinschaften zu bleiben, was das Risiko weiterer Infektionen erhöht. Schätzungen zufolge gibt es in den Gemeinden rund 200 Fälle, die nicht in Behandlungszentren untergebracht werden können. Diese Situation wird durch logistische Hindernisse für den Transport weiter verschärft, z. B. Treibstoffmangel für Krankenwagen und Angst der Fahrer vor einer Infektion.
Bisher hatten die Gesundheitsbehörden nur das regionale Krankenhaus Gulu als Referenzzentrum für die Behandlung von Covid-19 vorgesehen. Angesichts der Zunahme der Fälle und der Erreichung der maximalen Kapazität werden nun jedoch die erforderlichen Maßnahmen, um Covid-19-Patienten in einem kritischen Zustand im nahe gelegenen „St. Mary Lacor Hospital“ zu behandeln, das über eine Intensivstation verfügt. In ganz Norduganda gibt es derzeit nur 25 Intensivbetten: 20 im St. Mary Lacor Hospital und 5 in Vorbereitung im Gulu Regional Referral Hospital.
(Fides, 2/10/2020)


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