ASIEN/PHILIPPINEN - Schöpfungszeit: Christen und Muslime handeln gemeinsam

Dienstag, 8 September 2020   umwelt   laudato si'   islam   christentum  

Puerto Princesa (Fides)- Christliche und muslimische Ehrenamtliche engagieren sich gemeinsam im Rahmen der von Papst Franziskus auf den Weg gebrachte "Zeit der Schöpfung", die am 3. September begonnen hat und auf den Philippinen bis zum 11. Oktober andauern wird. Zu den geplanten Initiativen gehört die Säuberung des Strandes eines Küstendorfes in Puerto Princesa City auf der Insel Palawan auf den zentralen Philippinen. Das Apostolische Vikariat Puerto Princesa unter der Leitung von Bischof Sokrates Mesiona unterstützt und fördert die Initiative und will als Ortskirche während der "Schöpfungszeit" ihren eigenen Beitrag zur Bewusstseinsbildung und dem aktiven Handeln leisten. "Es ist unser aller Aufgabe und um unser gemeinsames Haus zu kümmern", sagt der Bischof und prangerte" die Wegwerfkultur in der heutigen Gesellschaft" an." Wir haben unterschiedliche Religionen und unterschiedliche Überzeugungen“, so der Bischof, „aber wir leben in derselben Welt. Wir sind alle dazu berufen, uns zur Spiritualität des Schutzes der Schöpfung zu Eigen zu machen, die das Werk Gottes ist. "
Hadji Arturo "Abdulaziz" Suizo, von der muslimischen Gemeinde von Puerto Princesa, stimmte zu, dass "der Islam der Sache des Schutzes der Schöpfung große Bedeutung beimisst. Indem wir sie schützen, schützen wir zukünftige Generationen", bekräftigt er.
Im Rahmen eines „Jubiläums für die Erde“ nehmen auf den Philippinen während der Zeit der Schöpfung über 70 zivilgesellschaftlichen Vereinigungen und interreligiösen Gruppen an den verschiedenen geplanten Initiativen teil, darunter eben auch muslimische Gläubige. In der Gemeinde Palawan werden Christen und Muslimen eine Baumpflanzaktion auf dem Berg Irawan durchführen, nachdem das Vikariat bereits im vergangenen Jahr die Pflanzung von 10.000 Bäumen im geschützten Reservat des Mount Mantalingahan gefördert hatte.
Bäume sollen auch in andere Provinzen gepflanzt werden, wie zum Beispiel auf der Insel Bohol, wo die Ortskirche die Pflanzung von über 60.000 Setzlingen gefördert hat. Erzbischof Pablo Virgilio David von Kalookan, Interimspräsident der Bischofskonferenz der Philippinen, forderte alle Diözesen und Pfarreien auf, "die Initiative zu ergreifen und die Kampagne zum Schutz der Schöpfung in alle Bereichen der Pastoral zu integrieren“, denn „es ist nie zu spät, für die Pflege des gemeinsamen Hauses im Geiste von Laudato si'“.
(SD-PA) (Fides 8/9/2020)


Teilen: